Jeder ist seines Glückes Schmied. Der Glücksbringer-Kongress von Thomas Eglinski.

von Stef Manzini (Kommentare: 1)

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Am 6. und 7. Dezember 2025, dem Nikolauswochenende, fand im Chiemgau in Bad Aibling wieder ein ”Glücksbringer-Kongress” von Thomas Eglinski statt. Die Einen fanden etwas Glück, die Anderen (Mainstreampresse) nörgelten herum- der Glücklichste jedoch dürfte zweifelsfrei Thomas Eglinski selbst gewesen sein. Haus ausverkauft. Glück gebracht. Geld verdient.

Man nehme sogenannte ”Healthy-Lifestyleprodukte”, (also alles was eine gesunde Life-Life-Balance verspricht- und manchmal auch hält😁), gescheite Tipps von klugen Ärzten, Geschichten von menschlichen Schicksalen, eine schöne Prise weihnachtlicher Stimmung und eine gekonnte Moderation und mache daraus den ”Glücksbringer-Kongress”.

Geglückt, Thomas Eglinski. Denn obwohl vieles Schöne und Gute, wie fast alles im Leben, seinen Preis hat, kann jeder Glückssuchende sein ganz persönliches kleines Glück oder gar eine fundamentale Abkehr von alten und unbrauchbaren Glaubensgrundsätzen mit nach Hause nehmen. Glück gefunden nennt man das dann. Der zu Anfang prall gefüllte Luftballon, voller Ängste und Sorgen, sollte am Ende des Wochenendes bei so manchem nur noch ein schlaffes Plastiksäckchen sein. Vielleicht macht ”AUF1-Eglinski” nächstes Jahr mal die Probe aufs Exempel. Jedenfalls waren die 500 Luftballons ein schöner Anfang, sie erzeugten ein Gemeinschaftsgefühl und brachten Wohlfühlatmosphäre ins Kurhaus des winterlichen Bad Aibling.  Am Textende lesen Sie einen Auszug einzelner Redebeiträge, verfeinert mit einigen Bonmots, die etwas von der Stimmung erzählen, die an diesem 2. Adventswochenende, am 6. und 7. Dezember 2025, in Bad Aibling über 500 Gäste beglücken sollte. Ein bezaubernder Weihnachtsmarkt im Park beim Kurhaus, rund um einen Weiher angelegt und ganz ohne Poller und Security, mit seinen tausend Lichtern, die sich im Wasser spiegelten, passte zur Stimmung bei den ”Glücksbringern”. Zu ihnen gehörten als ”Highlight” Gesa und Heiko Schöning, mit denen stattzeitung.org in Bad Aibling ein großes Weihnachtsinterview, auch zum Thema ”Glück” geführt hat. Hier ist der Link dazu: “Unwissenheit belastet. Wissen entspannt. Großes Weihnachtsinterview mit Gesa und Heiko Schöning.” Artur Tränkle, Oliver Brünner, Dr. Michael Spitzbart viele weitere Podiumsredner- und mit Raffinesse und spitzer Zunge die wunderbar-wortwitzige Simone Solga– trugen zu einem gelungenen Wochenende bei. Tränen lachen bei Solgas tiefsinnigen Witzen. Lachen- so gesund- und umsonst...

Das größte Weihnachtsgeschenk dürfte sich der Veranstalter ”Mentalitätscoach” Thomas Eglinski zweifellos selbst auf den Gabentisch gelegt haben, denn so viel Glück will gekonnt ”vermarktet” sein. Aber mit dem ein oder anderen Glücksmoment dürften auch viele der Gäste nach Hause gegangen sein. Dies war vielen einige hundert Euro Eintrittsgeld wert (Tickets gab es laut Veranstalter ab 127€ für beide Tage). Um noch etwas Wasser in den Wein zu gießen, die große Entfernung von Hotel und Kurhaus sorgte für Verdruss. Apropos Hotel: Der ”Schmelmerhof” dessen Dauerschleifendurchsage am Telefon stets lautet ”unser Personal kann gerade nicht ans Telefon gehen, weil unsere Mitarbeiter damit beschäftigt sind, von uns zu schwärmen”, brachte viele Gäste nicht zum Schwärmen. Endlose Flure und Treppen, Schimmel in den kalten Badezimmern und Uneinsichtigkeit des Verkaufsleiters trugen nicht zum Glücksgefühl, sondern ganz im Gegenteil zu großem Verdruss bei.

Bleibt noch die wichtigste Botschaft aller Vortragenden festzuhalten: Das eigene Bewusstsein erschafft unsere Wirklichkeit! Das bringt uns ohne Ausreden in die Selbstermächtigung- und zeugt von der Wahrheit des alten Spruchs: Jeder ist seines Glückes Schmied! Glück ist jedoch auch niemals käuflich, sei noch hinzugefügt.

Das Räderwerk der Natur! Artur Tränkle.

Artur Tränkle machte mit dem Thema Hochfrequenz und Ozontherapie den Auftakt der Veranstaltung. Er zitierte Nikola Tesla. “Die Menschheit wird sich irgendwann in das Räderwerk der Natur einfügen”, und sprach über die Schumann-Frequenz, erforscht von den Russen. Im Weltall fehlt diese Frequenz, der sogenannte Erdpuls, wusste Tränkle. Er empfahl seinen Zuhörern das Buch “Das Lithium-Komplott” von Dr. Michael Nehls.

Am Anfang war das Wort! Oliver Brünner

Oliver Brünners “Wortereignisformel” brachte einen sehr bewegenden Moment ins Kurhaus. Der Mann, der mit einer Nabelschnur um den Kopf geboren wurde, und in Folge an Gesichtslähmung und Ganzkörperspastik litt, forscht in der Nag Hamadi Bibliothek, die mehrere tausend Jahre alte Schriften birgt. Für Brünner ist sie der Schlüssel zu seiner fast vollständigen Selbstheilung. Den Körperteilen und Organen sind laut Brünner Geisteswesen zugeordnet, die heilsam wirken, wenn man sie beim Namen nennt- und diesen korrekt ausspricht, was Brünner mehrere Jahre übte.

“Und das Wort des Herrn geschah zu mir!” Selbstwirksam und selbstheilend, so wäre das gedacht. Die Funktion des Gesetzes wirkte auch bei mir, erklärte Brünner, und stand zum Beweis in Bad Aibling auf der Bühne. Alles, was du bekämpfst, machst du stark, hebe deine Frequenz auf die Ebene eines gesunden Körperteils, riet er dem Publikum.

Selten so gelacht! Simone Solga.

Über die AfD: Sie sähen nicht, sie ernten nicht, und unser Merz ernährt sie doch.
Über Philipp Amthor: Der Kanzler hat dem Philipp Amthor anerkennend auf die Schulter geklopft, da hat der Amthor brav ein Bäuerchen gemacht.
Über die SPD: Vielleicht ist Politik auch gar nichts für die SPD. Wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer keine Badehose anhat.
Über die Bundeswehr: Die Bundeswehr hat mehr Geschlechter als flugfähige Hubschrauber.
Zur Rentendiskussion: Die Bundesregierung sagt, uns soll es mal besser gehen als unseren Kindern!
Zur Spaltung: Nach dem Vorfall mit der Axt wollen sich die Leute nicht noch mehr spalten lassen...

“Was die kann, kann ich auch!” 13 Frauen erzählen ihre Schicksalsgeschichten.

Die 13 Autorinnen in Thomas Eglinskis neuestem Buch “Was die kann, kann ich auch” sorgten für einen emotionalen Moment der Veranstaltung, bei dem der mehrfache Buchautor Thomas Eglinski unter Tränen eine Frau ankündigte mit den Worten: „Diese Frau wollte mit fünf Jahren bereits diesen Planeten schon wieder verlassen, und heute steht sie hier auf der Bühne.”

Mit großer Spannung erwartet wurde am Sonntag der Beitrag von Dr. Michael Spitzbart, deswegen an dieser Stelle eine etwas ausführlichere Schilderung:

“Die dritthäufigste Todesursache ist die Medizin!” Dr. Michael Spitzbart. “Klatschen Sie sich morgens erst mal kaltes Wasser ins Gesicht, und dann erst unter die warme Dusche. Verscheuchen Sie so das Kuschelhormon, es hat nach dem Aufstehen erst mal nichts mehr zu suchen“, riet der Arzt dem lauschenden Publikum. Hochdosiertes L-Arginin wirke blutdrucksenkend, sie bräuchten dann keine Pharmablutdrucksenker mehr einzunehmen, war noch ein praktischer Tipp des Arztes.
“Die dritthäufigste Todesursache ist die Medizin! Ich rate jedem von der Masernimpfung ab. Ich habe Zwillinge, die sind komplett ungeimpft, und sie sind die gesündesten Kinder in der Kita”, warnte Spitzbart. “Denken Sie mal an die Amish-People, die haben alle diese Krankheiten nicht! Praktisch ist dort Autismus unbekannt”, Zitat Dr. Michael Spitzbart. Nicht zwingend solle man Medizinern vertrauen, das seien die Leute, die sagen, sie hätten nur noch zwei Monate zu leben. Solche Aussagen wären Gift für das Immunsystem.
Die heutigen Kinder kennen das Wort “nicht” nicht. Dann kompensieren sie alles, und sie wären deswegen auch nicht resilient. “ADHS” wäre oft schlicht und ergreifend mangelnde Erziehung. Das Unterbewusstsein sei die stärkste Kraft im Menschen, war sich Spitzbart sicher.

Insgesamt betrachtet war der ”Glücksbringer-Kongress” eine gekonnte Marketing-Veranstaltung mit Mehrwert für alle, die sich die hohen Eintrittsgelder leisten können.  Die Redner/innen, und Aussteller vermarkten ihre Produkte wie Wasseraufbereitungsanlagen, Bücher, ganzheitliche Zahnmedizin und vieles mehr. Ihnen allen bereitet Thomas Eglinski die Bühne, und stellt einen ”Marketplace” mit ”Weihnachtszauber” und vielen schönen Momenten bereit. Das ist legitim, ja sogar gewünscht, denn die Anbieter brauchen ein Instrument, um für sich zu werben, und die zahlreichen Gäste des ausverkauften ”Events” zeugen davon, dass Thomas Eglinski einen Nerv trifft. So können dann alle glücklich sein.

Dass nun eine Autorin einer Mainstreamzeitung in ihrem “kritischen Blick auf den Glücksbringer-Kongress” nur wieder das ewige Lied der schwarzen Mächte und der Verschwörungsideologen leiert, tut dem Kongress keinen Abbruch. Wäre Patricia Huber bloß einmal selbst vorbeigekommen, sie hätte etwas lernen können, und dann zum Glück wohl Besseres zu tun gehabt als zu verunglimpfen.

 



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Kommentare

Kommentar von Tonia |

Wahnsinn, Kongress gesehen, aber nichts von den Botschaften verstanden. Wenn du nicht in der Lage bist, deine einsilbigen Denkmuster zu hinterfragen, dann halte lieber den Mund als die Teilnehmer zu verunglimpfen.
Und zur Unterstellung mit dem "hohen "Eintrittspreis: Man konnte sich seinen Tarif selbst wählen. Das war sehr anständig und menschenfreundlich. Ich habe für 2 wunderbare Tage nur 120 € bezahlt. Kaufen musste man auch nichts und auch sein Essen konnte man selbst mitbringen. Alles ohne Zwang und Geldgier. Wo bekommt man heute so was noch?

Antwort von Stef Manzini

Liebe Tonia,
es freut mich, dass Dir der “Glücksbringer-Kongress” so gutgetan hat. Es gibt allerdings doch keinen Grund, jetzt so garstig zu sein.
Stef Manzini

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