Gegen dieses Inferno können wir alle zusammen nichts ausrichten. Wir können nur FÜR etwas anderes arbeiten.

von Stef Manzini (Kommentare: 0)

Meinung

Liebe stattzeitung.org-Leser,
wieder ist ein Jahr vergangen. Wieder waren wir viel unterwegs und haben viel geschrieben. Zu meinem größten Bedauern konnten wir oft nichts Gutes berichten, denn unsere Welt verdirbt im rasanten Tempo. Ende gut, alles gut? Das wünschen wir uns gemeinsam mit ihnen, aber bis dahin ist noch viel zu tun!

Weil der Mensch alles in Frage stellt, liegt jetzt alles auf dem Prüfstand. Recht und Gesetz taugt nicht mehr. Die Wahrheit ist nur noch schwer zu finden. Das Wort, das Gesicht und die Gestalt eines Menschen entspringt einer entmenschlichten Fantasie. Zahlenreihen. Manifestiert durch moderne Programmiertechnik. Gesteuert von Menschen, die Gott nicht fürchten. Ja, die selbst Gott spielen wollen. Aber dieses Spiel führt unweigerlich in die Verdammnis. Dem Untergang geweiht alle, die nur noch diesem goldenen Kalb huldigen.

Jeder, der eitel das Wort des Friedensfürsten im Munde führt, gerade wieder in Weihnachtsbotschaften, und dafür sorgen könnte, dass die Waffen schweigen, und es doch nicht tut, ist nicht nur ein Heuchler, schlimmer noch, er wird zum Mörder.

Die, die sich berauschen an Trugbildern, die sie selbst erschaffen haben, sind allesamt Lügner. Die viel Geld anhäufen mit Technik oder Medizin, die dem Menschen nicht dient und nur dem eigenen Reichtum zweckdienlich ist, sind Verbrecher. Eine Bande frecher Mörder, so nannte Goethe einst die Ärzte. Ich nehme ausdrücklich alle dem Wohle des Menschen durch Eid verpflichtete Ärzte aus,  die diesen Eid befolgen.

Alle, die versuchen andere zu täuschen, täuschen sich immer nur selbst. Denn sie werden erfahren, dass alles was sie erschaffen haben, auf Sand gebaut ist. Leid, das man anderen zufügt, ist Leid, das man sich selbst zufügt. Es gibt keine Rechtfertigung für Unrecht.

Welchen Wert haben Medien, deren Texte nicht mehr überprüfbar auf Wahrheitsgehalt und deren Bilder nicht zu unterscheiden von Trugbildern sind? Lug und Trug, erschaffen von einer Künstlichen Intelligenz, wird zur Lebenswirklichkeit in einem Leben ohne Wirklichkeit. Überwachung und totale Kontrolle anstelle Freiheit und Selbstbestimmung. Das soll eine erstrebenswerte Zukunft sein? Welcher Narr kann aufgrund der Bequemlichkeit seine Prinzipien opfern, und sein Geburtsrecht bereitwillig hergeben, für nichts anderes als einen schönen Schein?

Doch der Mensch tut, wozu er im Stande ist. Nur Frieden auf Erden und Gerechtigkeit für alle, dazu ist er nicht fähig. Denn es ist leichter Bomben zu bauen und Reichtümer anzuhäufen als die Schwerter wegzulegen. Daran scheiterten schon die alten Ägypter in der Bibelgeschichte.

Reichtum und Macht sind die größten Verführer, ihnen zu widerstehen, die größte Prüfung.

Neugier und Wissensdurst sind ja eigentlich erstrebenswert, aber gleichsam auch der Motor dessen, was sich gewisse Eliten für unsere Zukunft ausdenken. Alles was gut ist, kann auch missbraucht werden.  Krankheit und Tod als technischer Defekt, zu beheben mit den richtigen Tools. Ein Leben in einer Unterwasserstadt in Überfluss und Luxus fernab von Klimaphänomenen und unabhängig von menschengemachten Katastrophen. Geschaffen wird ein neues, nennen wir es einmal ”Atlantis” für die elitären Leistungsträger, die auserwählt sind, an diesem ”Paradies” teilzuhaben. Sie und ich werden das nicht sein, und die meisten Menschen, die sich heute mit Freuden die Trackinguhr, genannt Smartwatch, ans Handgelenk ketten- die auch nicht. Übrigens meint man ja zu wissen, wie es mit ”Atlantis” endete, was über dem Meeresspiegel lag, versank in den Fluten. Da hätte es die neue ”Wasserwelt” einfacher, sie steckt ja schon am Meeresgrund.

Götzendienst kann jedoch niemals die zehn Gebote ersetzen.

Die Welt, wie wir sie kannten, entfleucht uns immer mehr und verliert ihre Konturen. Was bleibt, ist eine gesichtslose Masse ohne eigene Identität. Und das sage ich in tiefer Überzeugung, dass nichts so beständig ist wie der Wandel, und dass der Mensch ein Musterbeispiel für Anpassungsfähigkeit ist.

Doch das was uns durch die komplette Undurchsichtigkeit einer computergesteuerten hohlen Existenz droht, ist mit nichts zu vergleichen, das es jemals gab. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Dagegen ist die industrielle Revolution ein Klecks in der Geschichte der Menschheit. Die schiere unendliche Machtergreifung der Techwelt ist für mich wie eine Umarmung, um die ich nie gebeten habe. Es könnte zwingend notwendig werden, sich dieser durchaus verlockenden Umarmung kraftvoll zu entziehen. Doch geht das überhaupt noch? Ist es noch möglich die Büchse der Pandora wieder zu verschließen? Den Geist zurück in die Flasche zu jagen? Sind wir nicht alle längst ins Spiegelreich eingetreten, aus dem es kein Entrinnen und kein Zurück mehr gibt? Gegen diese gewaltige Macht und dieses unvorstellbaren Geld können wir gewiss nichts unternehmen. Es gilt daher etwas anderes zu kreieren, das uns entspricht- also nicht gegen, sondern für etwas einzutreten.

”Immer, wenn ein Kind vor einem Smartphone sitzt, stirbt auf einem Baum ein Abenteuer”. -Autor unbekannt-

In diesen Zeilen die ich ausgerechnet, na wo schon im Netz, fand liegt soviel Wahrheit wie Traurigkeit. Aber genau das beschreibt die Herausforderung, der es gilt sich zu stellen.

Möchten wir, dass unsere Kinder noch genau wie wir auf Bäume klettern? Wollen wir, dass unsere Kinder sich selbst erfahren, sich auch mal das Knie aufschlagen? Wollen wir, dass sie zu authentischen, intelligenten Menschen mit Herzensbildung heranwachsen mit eigenem Urteilsvermögen statt als dummes Kanonenfutter in einer Welt, in der die lächerliche virtuelle Präsenz eine echte Freundschaft ersetzt? Kugelhagel jedoch immer noch tötet! In einer Welt, in der ein Abenteuer nicht mehr erlebt, sondern ein gestelltes oder gefaktes Foto  genau dieses eigene Abenteuer ersetzt? Sollen unsere Kinder in  dieser Welt zu ”Cyborgs” herangezüchtet werden, ohne Anspruch auf Selbstverwirklichung? Fern von eigenen Erfahrungen, illusioniert von sterilen Barbies und Kens in einer ewigen Truman-Show, dem Film von Peter Weir aus dem Jahr 1998- es lohnt in anzusehen, falls sie ihn nicht kennen.

Ist es also menschlich erstrebenswert Gesundheit durch Selbstoptimierung zu erzwingen, und komplett getrackt durchs Leben zu gehen? Was ist das für ein Leben, scheinbar ohne Risiko, und was ist das wahre Risiko eines solchen Secondhandlebens anderes als bizarres Marionettentheater?

Also, wofür und vor allem warum lohnt es sich zu schreiben, zu protestieren, zu demonstrieren? Es gibt so viele Möglichkeiten des Widerstands gegen eine wahrhaft furchtbare Entwicklung gigantischen Ausmaßes, wie es individuelle Menschen gibt auf diesem Planeten. Für den Erhalt dessen, was die Welt ist, die wir lieben, und sie uns für unsere Nachkommen wünschen.

Ich habe vor drei Jahren bei unserer eigenen Veranstaltung mit Wolfgang Wodarg das Publikum gefragt: ”Haben sie schon mit ChatGPT gespielt? Vorsicht das ist ein gefährliches Spiel- es könnte sie töten.” Das war drastisch, aber ich bleibe dabei. Ich erkenne zwar einerseits einen atemberaubenden Nutzen, auch für meine Arbeit, in diesen neuen Technologien- das gestehe ich freimütig, wer will das bestreiten. Aber ich sehe darin auch das Ende von allem, was ich für lebenswert und liebenswert halte. Ich glaube nicht an die Vernunft der Menschheit diese Technologien sinnvoll zu nutzen. Es tut mir leid, aber nach allem was ich mit und durch und nach ”Corona” sehe, glaube ich nicht daran. Und: Wir schaffen uns alle dadurch ab. Architekten, Journalisten...

Meine feste Überzeugung ist es, dass wir zumindest eine Chance haben uns der ”schönen neuen Welt” ,die sich entgrenzte Gehirne ausgedacht haben, zu verweigern. Diese Chance sollten wir unbedingt nutzen! Es ist dies nichts weniger als ein Befreiungsschlag, um das zu erhalten, für was sich zu leben lohnt.

Ich spreche von einer Chance. Niemand weiß wie das Kräftemessen der Weltgiganten und der geistigen Mächte dahinter ausgeht. Vieleicht gehen wir zurück ”auf Los” wie bei Monopoly, und dann zurück zu den Dinosauriern...

Aber wagen will ich diesen Versuch, der sehr viel Mut erfordert und unbequem ist, zusammen mit Ihnen unbedingt. Solange wir Freunde finden auf unserem Weg, das Geleit der Engel und die Führung der Heiligen, kann uns nichts passieren. Wir sind jetzt hier in dieser Zeit also nehmen wir die Herausforderung an. Was sonst? Wir haben dazu die Waffen in der Hand, die den anderen fehlen. Ehrlichkeit, Mut und Tapferkeit!

Es mag erstaunen, dass ich dieses Plädoyer für ein Vorwärts in die Vergangenheit halte- und in einem Onlinemagazin publiziere. Schon meine Großmutter erkannte aber, dass wir ”mit den Bräuten tanzen, die auf dem Ball sind”. Dennoch habe ich noch nicht vergessen wie eine Zeitung in den Händen raschelt und warum man sich nach dem lesen die Hände waschen musste, die etwas schwarz geworden waren. Und Sie? Besser schwarze Finger als schwarze Seelen.

Es könnte schon sehr bald erforderlich werden, dass wir uns zurückholen was wir dazu brauchen. Beispielsweise hier in Überlingen steht ein Haus zum Verkauf. Die ehemalige Druckerei Feyel. In diesem Haus steht eine Druckmaschine, und es ist im Haus genug Platz vorhanden für eine Redaktion- und für eine Akademie für neuen Journalismus. Dort könnten Journalisten wie Patrik Baab oder ich und viele andere gute Kollegen aus den ”Neuen Medien” unseren Nachwuchs unterrichten. Eine Akademie für Journalismus mit Rückgrat wäre mein Zukunftstraum.

Zukunftsmusik? Das kommt auf uns an.

Ein Baby in einer Krippe zart und zerbrechlich führte die Welt vor über 2.000 Jahren in die größte Revolution der Menschheitsgeschichte und schrieb damit eine Geschichte, die bis heute unvergessen ist. Ein neues Zeitalter brach an mit dem Christuskind in der Krippe. Alles hat einmal angefangen. Die Liebe Gottes offenbart sich jedoch täglich neu in jedem Menschlein, dass das Licht der Welt erblickt.

Denken wir also immer daran: Das Böse kann nur existieren, weil gute Menschen nichts dagegen unternehmen.

Hier ist eine der vielen Möglichkeiten, von denen ich vorher sprach. Am Bodensee haben sich auf Initiative der Eltern junge Musiker zusammengefunden, um die mitteleuropäische Kultur in Form klassischer Musik zu Gehör zu bringen. Die Begeisterung der jungen Menschen war ansteckend, das Interesse an ihren Konzerten und der Applaus groß. Das ist doch einmal ein hoffnungsvoller Beitrag dessen, was nicht pompös sein muss- aber wirksam. Ein sichtbares Zeichen für den Erhalt unserer Kultur. Es mag erstmal banal klingen, aber was erwarten wir? Das Superman im blau-rot-gelben Kostüm unsere Welt rettet?

Wir können gemeinsam die Welt verändern, denn wir sind es selbst, die unsere Welt kreieren.

Behalten Sie also die Ruhe und den Überblick, bleiben Sie wachsam und gut informiert, bleiben Sie uns treu- denn für Sie machen wir stattzeitung.org.

Im zuversichtlichen Glauben daran, dass wir eine Zukunft haben, und mit gehörigem Gottvertrauen und dem Wissen, dass die Welt den Mutigen gehört, wünsche ich Ihnen und Ihren Liebsten, liebe stattzeitungs-Leserinnen und Leser, ein ”Gutes Neues Jahr”.

Ich wünsche Ihnen im Namen des gesamten Teams Heil und Segen, Licht und Liebe.

Ihre



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