Oberst warnt vor großem Krieg. Diplom-Biologe hält dagegen.

von Stef Manzini (Kommentare: 0)

Meinung

Wie gefährlich Deutschland einer nuklearen Katastrophe täglich näherkommt, zeigte in dieser Woche die Analyse von Oberst a.D. Wolfgang Richter, einem ausgewiesenen Experten für Verteidigungs- und Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft Politik (SWP). Wie naiv und geradezu dumm seine Warnungen in den Wind geschrieben werden, zeigte der Politiker Anton Hofreiter, promovierter Biologe und selbsterklärter Waffenexperte von Bündnis 90/Die Grüne, der alles besser wusste als der ehemals ranghohe Militär. Der Bundestagsabgeordnete hat sich belesen, er hat die Gebrauchsanweisung des Marschflugkörpers Taurus studiert. Man könne die Reichweite dieser gefährlichen Waffe ja auch beschränken, belehrte er den Oberst. Man kann diese Beschränkung auch rückgängig machen, wusste der Militär.

Liefern, liefern, liefern- damit der Putin nicht Berlin überfällt- so in etwa ist die (Wahn-)Vorstellung des Mitglieds einer ehemaligen Friedenspartei, die das doch nie gewesen ist, siehe der lang vergessene Balkankrieg.

Immer wieder wies Hofreiter, in der Debatte um den Russland-Ukraine-Krieg, die Ausführungen und Warnungen seines Gegenübers geradezu bockig zurück. Der Oberst blieb sachlich und beschrieb dabei, wie nahe Deutschland durch seine immensen Waffenlieferungen bereits am Eintritt in einen Krieg mit Russland, ja möglicherweise einem Atomschlag ist. Der militärische Experte machte weiter unmissverständlich klar, dass die Ukraine diesen Krieg mit Russland nicht gewinnen könne, und dass deutsche Sanktionen gegen Putin diesem nicht nennenswert schaden.

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), schoss ebenfalls in dieser Woche geradezu den Vogel ab, indem er im Stern-Interview erklärte, man müsse jetzt den Krieg nach Russland tragen- notfalls auch mit deutschen Soldaten! Für einen, der nicht mehr viel zu sagen hat, nimmt Gabriel den Mund ziemlich voll. Unter Führung des Oberst der Reserve, Roderich Kiesewetter (CDU) und zusammen mit Hofreiter, Strack-Zimmermann und Göring-Eckardt könnten Gabriel und die genannten "Kriegstreiber“ doch einmal einen freiwilligen Dienst an der ukrainischen Frontlinie versehen. Das wäre etwas authentischer als Selfies zu Werbezwecken aus dem sicheren Teil der Ukraine zu posten.

Regelrecht verbohrt verteidigte der Grünen-Politiker im ZDF-Talk seinen Standpunkt, man müsse verhindern, dass Russland in weitere Länder einmarschiere- dies wurde vom Militärexperten Wolfgang Richter als eine Art Schauermärchen bezeichnet. Dieses Schauermärchen wird durch Gabriel, Hofreiter, Kiesewetter, Strack-Zimmermann und weiteren Kriegsbesoffenen quer durch die Altparteien gebetsmühlenartig in die Köpfe des Mainstreams gehämmert. Es ist und bleibt dennoch schlicht falsch, und die Wahlen zeigen, dass es viele Menschen in Deutschland einfach nicht mehr glauben. Geradezu empört reagierte Hofreiter, als er vom Oberst dahingehend unterrichtet wurde, dass der Westen dieser Konfrontation mit Putin hinreichend Vorschub geleistet hatte. Keine Mitgliedschaft in der NATO für die Ukraine, keine Waffen in Grenznähe zu Russland, und keine Politisierung russischsprachiger Volksgruppen. Drei Versprechen und drei Fundamente für Frieden, gegeben von USA und Europa- allesamt vom Westen missachtet und gebrochen. Das wollte Anton Hofreiter nicht hören- ja das empfand er geradezu unerhört.

Die Wahrheit ist unerhört und die, die sie aussprechen, sind verpönt. Eine gefährliche Ausgangslage für Friedensverhandlungen.

Wenn der Krieg mit Lügen startet, kann der Frieden nur mit Wahrheit beginnen, so sagte es Julian Assange. Für diese Wahrheit sitzt er seit mehr als fünf Jahren in London im Hochsicherheitsgefängnis, zusammen mit Mördern und Kinderschändern. Eine Schande ist das. Für den Westen.

All die Gipfeltreffen derer, die für diesen Krieg unser Geld bezahlen und daran verdienen, führt nicht zum Frieden.

Solange der Wahrheit nicht ins Auge gesehen, sondern sie ins Gefängnis gesperrt wird, solange nicht "Kugel stoppt Kugel“, sondern "Kugel tötet Menschen“ als größte Erkenntnis reift, um einen Krieg zu stoppen, solange die Gabriels und Hofreiters nicht gestoppt werden, wird dieser Krieg weitergehen. Bis zur bitteren Neige für alle, die darin verrecken müssen- und möglicherweise auch bis zur totalen- ja nuklearen Katastrophe für uns alle.

P.S.: Die gleiche Rechthaberei, überhebliche Arroganz und die Ignoranz der Fakten wie Anton Hofreiter zeigte nach dem desaströsen Wahlergebnis der SPD auch deren Chefin Saskia Esken. Es gibt keinen Grund für eine Korrektur, wir haben alles richtig gemacht, sagte Esken angesprochen auf die Regierungsverantwortung für Inflation und Migrationskrise. Die SPD-Chefin besorgt sich aber über den Wählerschwund, genau gesagt über den Schwund an Wählern, die zu "unterkomplex“ denken- und nicht in der Lage sind, die hervorragende Politik der Ampel angemessen zu würdigen.

Sollten sich Hofreiter, Esken und Co. wieder irren und den Krieg nach Deutschland holen, dürften schwindende Wähler, auch für Saskia Esken, fatalerweise keine Rolle mehr spielen.



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