Podiumsdiskussion mit AfD-Kandidaten von stattzeitung.org, Alt-Parteien blieben zuhause.

von Redaktionsteam (Kommentare: 0)

Michael von Lüttwitz und Stef Manzini

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  • AfD-Kandidaten setzen auf konstruktive Arbeit anstatt auf Ausgrenzung und Diffamierung.
  • Was sagt die AfD zur Sicherheit, “CO₂-Lüge”, Wohnraum, Kultur, “Corona-Geld”, und Migranten.
  • Jutta Thomann-Schilpp, Hans-Diether Roth, Thorsten Peters und Mario Dörr auf dem Podium.
  • Altparteien boykottierten die Veranstaltung im Hof Neuhaus, nur die AfD erschien.
  • Affront: LBU/Grüne verleumdete durch ihren Grünen-Sprecher die Veranstalter.
  • Neue Medien bieten neue Möglichkeiten der Information, Podiumsdiskussion gut besucht.

"Gabriele“, sie möchte ihren Namen nicht nennen, denn "da wird man ja mittlerweile schon im Dorf schief angeguckt, wenn man hier ist“, fühlte sich sehr wohl an diesem Mittwochabend auf der Wahlveranstaltung der stattzeitung.org. Sie habe sich einmal selbst ein Bild machen wollen, wer denn die Menschen von der AfD seien, die sich zur Wahl stellten. Vieles im Programm der AfD findet ihren Zuspruch, aber aufgrund der Berichterstattung in der Zeitung wäre sie schon verunsichert, "ob da nicht gehetzt wird“, erklärt sie uns. "Für mich ist der Abend gut gelungen, es war kurzweilig und sehr interessant, und ich habe die Atmosphäre als sehr angenehm empfunden, von Hetze gar keine Spur“, sagt "Gabriele“. Was sie denn dazu sage, dass von den anderen Parteien niemand gekommen wäre, fragen wir "Gabriele“: "Typisch“, sagt sie mit einem Schulterzucken. Wen sie nun wähle, verriet sie aber nicht, "ich werde ein bisschen verteilen, denn eine Gemeinderatswahl ist für mich schon sehr personenbezogen“.  

Wahlfieber herrscht im Lande – nicht nur wegen der Europawahl, sondern auch aufgrund von Gemeinderatswahlen, die vielerorts stattfinden. Im Landkreis Überlingen hatte die ansässige Lokalzeitung am 3. Juni zu einer kommunalen Wahlveranstaltung aufgerufen, nicht ohne im Vorfeld bereits einseitig Stimmung gegen die AfD zu machen, die daraufhin nicht erschien.

stattzeitung.org bot am 5. Juni mit dem eigenen Podium eine Möglichkeit zur Information für alle politisch interessierten Menschen, die die neuen Kandidaten aller Parteien für den Gemeinderat Überlingen kennenlernen wollten. Bedauerlicherweise sagten die etablierten Parteien ab oder erschienen nicht. Maßgeblich wichtig jedoch ist, dass die AfD-Kandidaten sich somit ohne die ständig vorhandene überheblich wirkende Attitüde des Missfallens von Zeitung und Altparteien, der Öffentlichkeit auch präsentieren konnten. Die Wahlgemeinschaft LBU/Bündnis 90 Die Grünen ließen der stattzeitung.org durch einen Sprecher Hass und Hetze unterstellen. Die Moderatorin der Veranstaltung und Gründerin der stattzeitung.org, Stef Manzini, ging nur am Rande darauf ein, äußerte ihr Bedauern und erklärte, dass diese üble Nachrede ein Nachspiel haben wird.

Bild: s!!z-Team

Zur Podiumsdiskussion "Gemeinderatswahl Überlingen“ im Hof Neuhaus (Apfelzügle) erschienen sechs AfD-Kandidaten, von denen Jutta Thomann-Schilpp, Thorsten Peters, Hans-Diether Roth und Mario Dörr an der Diskussionsrunde auf dem Podium teilnahmen. Daniele Digrisolo und Harald Krämer verfolgten das Geschehen aus dem Publikum heraus, welches den Veranstaltungsraum erfreulicherweise gut füllte.

Stef Manzini stellte pointiert in mehreren Blöcken, wie beispielsweise "bezahlbaren Wohnraum“, "Kultur“ oder "Verkehr“ diverse Inhalte aus der Kommunalpolitik in den Vordergrund, und konfrontierte das Podium auch mit Wahlaussagen ihrer Mitbewerber, um dazu die eigenen Ansichten der AfD-Kandidaten zu erfragen. Selbstverständlich spielte aufgrund der schrecklichen Ereignisse in Mannheim, aber auch wegen der bevorstehenden Europawahl, die Bundespolitik auch eine Rolle.

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"Ich halte es für falsch, 300 Meter hohe Windkraftanlagen im Wald zwischen Überlingen und Owingen zu bauen“, Jutta Thomann-Schilpp.

So hob die Listenerste Jutta Thomann-Schilpp (staatlich geprüfte Betriebswirtin) hervor, dass zurzeit die gesamte Welt umgebaut wird, in welcher sich der Westen mit den USA immer mehr isoliert. Nach ihren Worten ist eine Sicherheitsarchitektur für Europa nur mit und nicht gegen Russland umsetzbar, wobei die westliche Politik mit massiver Hilfe der regierungstreuen Leitmedien einseitig und damit nicht der Wahrheit entsprechend dargestellt wird. Im regionalen Bereich setzt sich die Kandidatin für ein Kulturzentrum in Verbindung mit einem Einkaufszentrum ein, denn Überlingen stünde ein über 10.000 Quadratmeter großes Areal (Kramer) zur Verfügung, das sich dafür bestens eignet, so Thomann-Schilpp. In der Energiepolitik der Ampel sieht die AfD-Kandidatin eine große Gefahr in nationaler und regionaler Hinsicht. Sie bemängelte, dass man zuerst die Versorgungsnetze hätte ausbauen müssen, bevor man die Energieträger installiert. Da es umgekehrt geschah, habe man zwar Strom, bekäme ihn aber nicht zum Abnehmer – ein politischer Schildbürgerstreich.

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"Ich finde jetzt wieder Zeit mich politisch zu engagieren“, Hans-Diether Roth.

Hans-Diether Roth (Landwirt und Gastwirt), und gleichsam mit seiner Familie der Gastgeber vom Hof Neuhaus, hatte mit der Politik bereits abgeschlossen, sich jedoch aufgrund der desolaten politischen Situation in Deutschland und vor Ort entschieden, wieder aktiv zu werden, wie er dem aufmerksam zuhörenden Publikum erklärte. Dabei verwies er auf die bürgerfeindliche Corona-Politik, welche die Freiheit und Wirtschaft Deutschlands massiv geschädigt habe- und noch immer schädige. Das Fass zum Überlaufen brachte seiner Meinung nach die Forderung der Rückzahlung staatlich gewährter Unterstützungen für die Geschäftsausfälle während der Lockdowns, die willkürlich von der Regierung ausgerufen wurden. Auf kommunaler Ebene bemängelte er das seit circa 50 Jahren anstehende Thema der Innenstadtgestaltung, bevor er in die CO₂-Thematik einstieg. Roth entlarvte anhand verschiedener Beispiele die, seiner Meinung nach, verlogene Klimapolitik, deren Ziel nicht das Klima sei, sondern einzig eine zusätzliche Steuereinnahme aufgrund konstruierter, also wirklichkeitsfremder Szenarien. Er hob den hohen Wert von CO₂ für unsere Umwelt hervor und verwies darauf, dass frühere Epochen der Menschheitsgeschichte bedeutend höhere CO₂-Gehalte hatten. In der späteren lebhaften Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, dass Gase wie CO₂ physikalisch gar nicht in der Lage sind, eine Klimaerhitzung, wie die Klimaerwärmung von Hysterikern oft bezeichnet wird, zu verursachen. Der gelernte Landwirt schaffte anhand von plausiblen Beispielen aus seiner Tätigkeit verständliche Beispiele der Thematik.

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"Die Freiheitsrechte werden Stück für Stück abgebaut bis zur Totalüberwachung“, Thorsten Peters.

Thorsten Peters (Diplom-Ökonom) stellte die Punkte Umweltzerstörung, Migration und Überwachung in den Fokus seiner Ausführungen. Dabei legt er Wert auf ein Gespräch mit Andersdenkenden anstatt auf deren Ausgrenzung und Diffamierung, wie es in der heutigen Politik bedauerlicherweise üblich ist. Man müsse Missstände anpacken, stellte Peters in den Vordergrund und bemängelte, dass dies bei der Regierung nicht geschieht, wohl aber bei der Opposition. Beim Migrationsthema muss nach seiner Meinung verstärkt darauf geachtet werden, ob überhaupt ein Fluchtgrund vorliege. Heutzutage strömt die ganze Welt nach Deutschland, konstatierte der AfD-Politiker. Dabei integrieren sich die Geflüchteten zum Teil nicht, sondern ließen Deutschland zum Multikulti-Land mutieren, bei dem schon islamische Kalifate ausgerufen würden. Menschen ohne Schutzstatus müssten Deutschland verlassen, was auch eine Beruhigung des Wohnungsmarktes bedeuten würde. Sachleistungen statt Geldauszahlungen sind dabei ein erstes Mittel, denn es zeige sich nach seinen Worten, dass viele Migranten von selbst gehen, wenn der Geldfluss aufhört, wodurch ihre eigentliche Fluchtintension offensichtlich würde. Thorsten Peters engagiert sich seit Jahren bei den "Montagsspaziergängen“ des Demokratischen Widerstands Überlingen, auch dort sind die freiheitlichen Grundrechte immer wieder Thema seiner Wortbeiträge.

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"Mit den Altparteien komme ich nicht mehr klar“, Mario Dörr.

Mario Dörr (CNC-Dreher) kam noch vor der Wende aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland, weil er mit der in der DDR massiv beschnittenen Meinungsfreiheit nicht zu Recht kam. Jetzt erlebt er nach seinen eigenen Worten in Deutschland die DDR 2.0, denn Meinungsfreiheit existiere nicht mehr, zumindest müsste man mit entsprechenden Konsequenzen rechnen, wenn man sich aus dem Fenster lehne. Da war es teilweise in der DDR gefahrloser, seine Einstellung publik zu machen, fügte der AfD-Politiker an, und wies darauf hin, dass die Menschen in Ostdeutschland gegen politische Bevormundung aufgrund ihrer Historie sensibler wären. Sie hätten sich ja schließlich vom betreuten Denken der Tagesschau und anderer Regierungswerbeagenturen befreit, erklärte Mario Dörr. Der AfD-Kandidat bemängelte, dass die extrem linke Regierung regelrecht ins alltägliche Leben hineinregiere und unerträgliche Vorgaben mache. E-Auto statt Verbrenner, Wärmepumpe statt anderer Heizsysteme wären nur zwei Hauptthemen. Dazu kommen nach seinen Worten beispielsweise Restriktionen im Fleischverzehr und der verlogene, wissenschaftlich nicht begründbare Klimaschutz zwecks zusätzlicher Steuereinnahmen auf Kosten der Bürger. Eine staatliche Bevormundung brauchen wir nicht, unterstrich Dörr.  Im Weiteren monierte er die regelrechte „Kriegsversessenheit“ mancher etablierten Parteien und die unsichere Energieversorgung, die im Falle eines Blackouts im Chaos enden könne. Er bedauerte, dass Deutschland in seinem falsch konstruierten Energiekonzept gegen Strafzahlungen Strom ins Ausland verschleudern und für hohe Zahlungen wieder importieren muss. Ursache für diesen Missstand ist das Energiekonzept der Regierung, das auf Flatterstrom anstatt auf konstante Stromerzeugung setzt, ist sich Dörr sicher.

In der anschließenden Diskussion wurden auch die durch WHO-Richtlinien dirigierte Früh-Sexualisierung von Kindern ab vier Jahren ins Visier genommen, welche im Endeffekt die Keimzelle der Gesellschaft, die Familie, zerstöre und so den Menschen gezielt die Identität raube, wie eine Teilnehmerin aus Markdorf sagte. Die AfD-Fraktion im Bundestag hat sich übrigens geschlossen gegen diese WHO-Verträge positioniert. Die Moderatorin, Stef Manzini, verwies in diesem Zusammenhang auf zahlreiche Artikel zu diesem Thema in der stattzeitung.org, wie beispielsweise zum "Symposium Bildung“ in Dornbirn und auf die Schutzgemeinschaft "Axion Resist“, die von der forensischen Gutachterin und Psychologin Dr. Andrea Christidis ins Leben gerufen wurde.

Stef Manzini von der stattzeitung.org führte in ihrem Resümee auf, dass es während der Corona-Pandemie praktisch keine Pressefreiheit mehr gab und der Berufsethos des Journalisten quasi aufgelöst wurde. Deshalb war es ihr ein Anliegen, mit der Gründung der stattzeitung.org den Journalismus mit Rückgrat auch in der hiesigen Region wiederzubeleben, und eine "Zweit-Stimme“ abseits des Mainstreams anzubieten. Stef Manzini dankte dem Podium, allen Anwesenden, dem Gastgeber Hof Neuhaus, und ihrem Team ganz herzlich für den schönen und erkenntnisreichen Abend.

"Schlechte Politiker werden von guten Bürgern gemacht, die nicht zur Wahl gehen“, mit diesem Zitat von Thomas Jefferson beendete die Journalistin die Veranstaltung und sagte: "Wen Sie auch wählen möchten, gehen sie zur Wahl, denn das ist aktuell die Möglichkeit ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen“.



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