Fritz Söllner: Corona-Krise als Blaupause für zukünftig auszurufende Notstände.

von Michael Freiherr von Lüttwitz (Kommentare: 0)

Bild: s!!z-Team

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  • Corona-Krise führte zur wirtschaftlichen Dysbalance ohne Rücksicht auf Verluste.
  • Deutschland haftet für andere EU-Mitgliedsstaaten.
  • Finanzpolitik in der Coronazeit beflügelte die Inflation.
  • Corona-Krise missbraucht für politische EU-Pläne gegen die Bevölkerung.
  • Nie wieder Freiheitseinschränkungen wegen Notstandspolitik!

Prof. Dr. Fritz Söllner vertrat bei der Veranstaltung den Part der Volkswirtschaft, nicht zuletzt hat er einen Lehrstuhl an der Universität Ilmenau. Umweltökonomie ist einer seiner Forschungsschwerpunkte, und so verwunderte es nicht, dass sein Vortag den Titel "Die Krise in Zahlen“ trug.

Söllner ließ zu Beginn seiner Ausführungen aufhorchen, indem er nicht sagte, als die Corona-Krise ausbrach, sondern als die Corona-Krise ausgebrochen wurde. Er führte fort, dass es dabei zu einer krassen wirtschaftlichen Dysbalance ohne Rücksicht auf Verluste kam und erwähnte, dass im 2. Quartal 2020 der größte Bruttoinlandsprodukteinbruch festzustellen war. Zugleich schossen die Staatsschulden in die Höhe.

Da die Corona-Krise globalen Charakter hatte, war Deutschland als Nettozahler von 70 Milliarden Euro für die EU besonders gefordert und Söllner führte weiter aus, dass Deutschland mit 360 Milliarden Euro haftet, wenn die Südeuropäer zahlungsunfähig werden. Um die EU in der Krisenzeit am Laufen zu halten, so der Wirtschaftsökonom, wurde Geld in gigantischer Menge neu gedruckt, und das bei einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts. Das war nach Söllner der Grundstein für die Inflation, mit der wir bis heute und zukünftig zu kämpfen haben. Der Uni-Professor nannte auch die Namen der dafür Verantwortlichen. Dazu gehört explizit nicht Wladimir Putin, wie man in Deutschland der Bevölkerung in einem Akt der Ablenkung immer wieder weiß machen will, sondern es sind Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), und ihr Vorgänger, Mario Draghi.

Warum wurde eine Politik der Geldmengenausweitung mit einhegender Inflation überhaupt betrieben, war eine Frage, die sich nicht nur Söllner stellte. Er zitierte dazu den verstorben deutschen Politiker Wolfgang Schäuble aus dem Jahr 2020: "Die Corona-Krise ist eine große Chance. Der Widerstand gegen Veränderungen wird in der Krise geringer. Wir können die Wirtschafts- und Finanzunion, die wir bisher nicht zustande gebracht haben, jetzt hinbekommen.“

Söllner führte auf, dass allein in den Corona-Krisenjahren 2020 bis 2022 die Ausweitung der Zentralgeldbankmenge um nahezu 90 Prozent anstieg, während das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 Prozent sank. Er nannte auch die zahlungsintensiven Projekte der EZB: 120 Milliarden Euro für die Ausweitung der Asset Purchase Programme (Programme zum Ankauf von Vermögenswerten) und 1.850 Milliarden Euro für die Pandemic Emergency Purchase Programme (Pandemie-Notfallkaufprogramme).

Söllner rekapitulierte die Langzeitfolgen dieser Politik: Inflation durch exzessive Geldmengenausweitung, Anstieg der Staatsverschuldung mit hohen Haftungsrisiken und Einstieg in eine Schulden- und Transferunion, sprich zunehmende Zentralisierung. Dieses Szenario soll laut Söllner Vorbild für künftige Krisen sein. Er zitierte dazu Karl Lauterbach aus dem Jahr 2020: "Somit benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemiebekämpfung sind.“ Damit wurde die Corona-Krise nach den Worten von Söllner instrumentalisiert, um eine Blaupause für zukünftige Krisen parat zu haben. Der Professor erinnerte in diesem Zusammenhang an Winston Churchill: Lasse nie eine Krise ungenutzt verstreichen.

Söllner schloss seinen für wache und aufgewachte Menschen ernüchternden Vortrag mit den Worten, die Aufarbeitung der Corona-Politik ist wichtig, weil die dort vorgenommenen Einschränkungen der Freiheit nie wieder passieren dürfen!

Schauen Sie, lieber stattzeitungs-Leser, sich gerne die bereits erschienen Beiträge zu dieser Veranstaltung an:

"Recht trifft Medizin“, unter dieser Thematik stand eine große Veranstaltung im mit rund 500 ausverkauften Plätzen Wilhelm-Maybach-Saal des Konzert- und Kongresszentrums "Harmonie“ in Heilbronn. Eingeladen hatte am 27. April 2024 die National Health Federation (NHF), eine 1955 gegründete Organisation, die sich für die Förderung der Naturmedizin einsetzt, in Kooperation mit der rheinland-pfälzischen Werteunion unter der Regie vom 1. Vorsitzenden Eugen Radtke und seinem Team. Ernesto Langrock, der stellvertretende Vorsitzender der Werteunion in Rheinland-Pfalz begleitete das Auditorium und die zahlreichen namhaften Referenten durch die faszinierende Welt der Medizin und des Rechts, die aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet und hinterfragt wurde. Lesen und sehen Sie, liebe stattzeitungs-Leser in den kommenden Tagen Artikel und Interviews mit den Rednern der Veranstaltung "Recht trifft Medizin“, unter anderem: Datenanalyst Tom Lausen, Mayor a.D. Florian Pfaff, Filmemacher Imad Karim, Ärztin Dr. med. Monika Jiang Dr. Walter Weber von den Ärzten für Aufklärung und dem Präsidenten des NHF Scott Tips.



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