Sexualerziehung im Wertekampf der freiheitlichen und sozialistischen Kultur. Prof. DDr. Daniel von Wachter

von Redaktionsteam (Kommentare: 0)

Michael von Lüttwitz und Stef Manzini

Bild: Privat

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  • Den ersten Vortrag beim Symposium “Wozu noch Bildung?” am 12. Januar in Dornbirn hielt der Philosoph aus Liechtenstein.
  • Die WHO-Standards zur Sexualisierung haben ihren Ursprung im Sozialismus.
  • Sexualisierung steht im Spannungsfeld zwischen christlicher und marxistischer Ansicht.
  • Ein neues Bewusstsein soll durch die Sexualerziehung entstehen.
  • Staatliches Bildungswesen entweder freiheitlich gestalten oder abschaffen!
  • Ein exklusives Interview mit Prof. DDr. Daniel von Wachter finden Sie unter "Die Sexualmoral zu hassen ist der Trieb".

"Der Hass auf etwas Gutes ist gleichsam meist der Hass auf das Christentum“, und genau gegen das Gute und damit gegen die Schöpfung ist die Frühsexualisierung der Kinder gerichtet, sie soll Familien zerstören. Der Staat habe nichts in der Schule zu suchen, sagt Daniel von Wachter weiter, und meint damit nicht in erster Linie verbeamtete Lehrer, sondern Anweisungen der WHO und sogenannter woker, sprich grün-links-liberalen Regierungen.  

Mit der Frage "Mehr Lust in der Sexualerziehung?“, die zugleich Titel des Vortrags von Prof. DDr. Daniel von Wachter (Philosoph) war, ging der Referent auf die Wurzeln und Triebfedern der Sexualerziehung ein. Dabei wurde ein gesellschaftliches Kommunikationsproblem offenkundig: Vielen Menschen kann eine Sexualaufklärung nicht schnell genug gehen, andere können sich nicht vorstellen, dass eine solche Aufklärung gewollt sein kann, da Sexualaufklärung sich immer am Alter beziehungsweise an der Reife des einzelnen Kindes orientieren sollte. Gerade aber dieser Punkt verhallt am Dogma der heute praktizierten Frühsexualisierung in unserer Gesellschaft, erläuterte von Wachter. Daraus ergeben sich zwangsläufig Konfrontationen in der Sichtweise dieses Themas.

Daniel von Wachter zeigte auf, dass die WHO maßgeblichen Einfluss auf diesen Themenkreis genommen hat, indem sie fordert: Kinder brauchen mehr Spaß bei der Sexualerziehung. Dafür hat die WHO Aufklärungsstandards erstellt, denen Eltern ihre Kinder durch ausgeklügelte Unterrichtsverflechtung nicht entziehen können.

Die Wurzeln dieser Frühsexualerziehung reichen weit zurück. Sie sind ein Instrumentarium des Kulturkampfs des Kommunismus respektive Sozialismus gegen die westlichen Werte beziehungsweise das Christentum. Nach von Wachters Ansicht nimmt die von der WHO geforderte Frühsexualisierung ihren Anfang in den marxistischen Lehren von Györgk Lukács und Wilhelm Reich. Er zeigte nachdrücklich auf, dass die vom Sozialismus gelenkte Sexualerziehung von marxistischem Gedankengut getragen wird. In der Sexualerziehung sah man seinerzeit ein Instrument, dass sich Kinder gegen Eltern und Kirche auflehnen, führte von Wachter aus. Nach Reich standen dem marxistischen Dogma zu viele westlich geprägte Traditionen, wozu auch die Sexualmoral gehörte, entgegen. Diese Hemmnisse mussten für die kommunistische Revolution beseitigt werden. Die zügellose Auslebung der Sexualität war laut von Wachter ein Instrument, um letztlich ein neues Bewusstsein installieren zu können.

Aufgrund der kontroversen Ansichten von Sexualität und Sexualerziehung in gesellschaftlich unterschiedlichen Wertesystemen wie Kommunismus und Christentum stellte von Wachter die Frage: Welche Motive liegen einer Sexualerziehung zugrunde?

Das Christentum, welches die westliche Welt prägt, steht auf dem Gebäude der Moral. Es gibt gute und schlechte Handlungen, die in den Zehn Geboten ihren Ursprung haben. So führt von Wachter an, dass beispielsweise Eigentum Schutz genießt, der Kommunismus respektive der Sozialismus schafft Eigentum ab. Unweigerlich fiel hier dem Zuhörer der WEF-Spruch von Klaus Schwab ein: "Ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein!“

Neben der Akzeptanz der moralischen Gebote für ein gutes Zusammenleben genießt laut von Wachter die traditionelle Sexualerziehung im christlichen Rahmen eine besondere Bedeutung. Die Sexualerziehung ist darauf ausgerichtet, den richtigen Ehepartner zu finden zwecks einer gut harmonierenden Familie als Kernelement der freien Gesellschaft. Für die Marxisten ist diese Sichtweise feindselig. Sie sehen laut von Wachter nur das Ausleben von Gefühlen, alles andere gilt als neurotisch. Die Genderideologie lässt grüßen, möchte man da anfügen.

Die Sexualmoral des Christentums steht damit gemäß den Ausführungen von Wachter im Spannungsfeld zum zügellosen Sexualbild des Marxismus, der eine Rebellion, ja eine Aversion gegen die Schöpfung verkörpert. Die christliche Anschauung sieht in der Beherrschung des Triebs wesentliche positive gesellschaftliche Momente, also Tugenden des guten Zusammenlebens, die in der Protestkultur Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll einen negativen Kontrast finden, ist sich der Philosoph aus Liechtenstein sicher.

Daniel von Wachter gab zu bedenken, dass heutzutage Menschen durch Gruppendruck, Karriere oder Ansehen getrieben werden, weshalb viele in einem staatlich gesteuerten und medial gelenkten Mainstreamstrom mitschwimmen. Dabei werden die alte Moral und traditionelle Kulturelemente aufgrund einer sozialistischen Bewusstseinsänderung zerstört. Besonders brisant ist nach Meinung des Vortragsredners, dass man mit Sozialisten nicht über ihr Dogma diskutieren kann. Sie lassen keine Kritik zu und verstehen sie auch nicht, weil ihr Dogma allwissenden Charakter hat.

Das in Deutschland propagierte linke Bewusstsein führt zu einer erleichternden Führung, Lenkung und Steuerung der Bevölkerung in die gewünschte Richtung. Wer nicht mitmacht, wird als Rassist, Nazi und vieles mehr diskreditiert. Immer mehr Menschen erkennen in dieser Strategie der Bewusstseinsänderung eine staatlich-mediale Propaganda, die in Verbindung mit einer sozialistischen (marxistischen) Sexualerziehung steht. Aufgeschlossenen, selbst denkenden Eltern riet von Wachter, ihre Kinder nicht dieser Bewusstseinsänderung preiszugeben, indem sie mit ihnen über diese Problematik sprechen und Freiräume schaffen. Privatschulen können ein Element im Kampf gegen die sozialistische Bewusstseinsänderungsmaschinerie sein, in Österreich bietet sich auch das Home-Schooling an. Treffend war von Wachters Abschlussstatement: staatliches Bildungswesen entweder freiheitlich gestalten oder abschaffen!

Daniel von Wachter hatte keine leichte Aufgabe, denn einer muss ja den Anfang machen. So gehörte der Auftakt zum Symposium dem Philosophen aus Liechtenstein, und er breitete die Flügel weit aus und spannte damit zugleich den Bogen zu den Ursprüngen der "neuen Sexualerziehung“ bei den Marxisten. Das Publikum dankte ihm seine Ausführungen mit viel Applaus. Ein gelungener Auftakt.

Sehen Sie, liebe stattzeitungs-Leserin, lieber stattzeitungs-Leser, hierzu auch das exklusive Interview mit Prof. DDr. Daniel von Wachter in "Die Sexualmoral zu hassen ist der Trieb".

Der Sohn des Mediziners Albrecht von Wachter und der Medizinerin Ingrid von Boehmer, Tochter des Juristen und Unternehmers Henning von Boehmer, studierte nach seinem Abitur an der Technischen Universität München zunächst Maschinenbau und legte 1991 in diesem Fach sein Vordiplom ab. Anschließend wechselte er an die Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er sich für das Fach evangelische Theologie einschrieb und dort ein Jahr später ebenfalls seine Zwischenprüfung absolvierte. Nach einem erneuten Wechsel, diesmal an die Universität Innsbruck, belegte von Wachter die Fächer Philosophie und Musikwissenschaften und bestand 1995 seine Prüfung zum Magister der Philosophie. Im Jahr 1997 promovierte er an der Universität Hamburg zum Doktor der Philosophie auf dem Gebiet der Ontologie. Nach seiner zweiten Promotion ging von Wachter zurück an die Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er im Bereich Forschung und Lehre eingesetzt wurde. Von August 2008 bis Dezember 2012 übernahm von Wachter eine ordentliche Professur an der Internationalen Akademie für Philosophie der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile. Anschließend hatte er bis Juli 2020 die Leitung der Internationalen Akademie für Philosophie (IAP) im Fürstentum Liechtenstein inne. Seitdem ist er weiterhin als Professor an der IAP tätig.

Daniel von Wachter ist verheiratet und hat zwei Kinder. In seiner Freizeit ist er unter anderem aktiv als Countertenor und Violinist sowie als Bergsteiger. (Quelle: Wikipedia)

"Symposium: Wozu noch Bildung?" am 12. und 13. Januar in Dornbirn

"Wozu noch Bildung?" hatte Mag. Dr. Erwin Rigo seine Veranstaltung im Vierländer-Eck in Dornbirn benannt, und was seine Gäste auf dem Panel betraf, seine Netze weit ausgespannt. Prof. DDr. Daniel von Wachter, Univ.-Prof. DDr. Christian Schubert, Univ.-Prof. Dr. Michael Geistlinger, M.A. Gabriele Kuby, Lic. Jur. Philipp Kruse, und Prof. DDr. Martin Haditsch brachten eine immense Expertise, Bandbreite und Abwechslung an diesem Wochenende nach Dornbirn. Bettina und Christian Beer (einheit.at) sprangen mit ihren Räumlichkeiten "Heron-Innovations“ dem Veranstalter zur Seite, da die ursprünglich angedachte Location in Feldkirch, eine Bildungseinrichtung, aufgrund von „Schwurbler-Verdacht“ kurzfristig abgesprungen war. Kritik am Bildungssystem scheint unerwünscht. Zum Glück, konnten die rund zweimal 250 Gäste der Veranstaltung sagen, denn sie hätten gar nicht besser „untergebracht“ werden können als bei der Familie Beer. Einheit.at, darunter sammeln sich rund 8.500 unabhängige Unternehmer, zeigte, dass man niemand bitten muss, ein starkes Statement für mutiges und engagiertes Unternehmertum in Österreich.

Engagierte, aber auch zugleich nachdenkliche Redner und ein bewusst sorgfältig ausgesuchtes Podium, mit Karl Hiess, einem "Bildungs-Opfer“, und Leni Kesselstatt, von der familienallianz.net sorgten zwischen den Redebeiträgen für kontroverse Diskussionen mit dem interessierten Publikum.

Die Stimmung war außergewöhnlich, Speis&Trank vorzüglich, und an dieser Stelle geht ein ganz großes Dankeschön an die Redner, an den Veranstalter, die Gastgeber, und alle engagierten Menschen in den Teams, die zum Gelingen beigetragen haben. Ein extra Kompliment geht an den Veranstalter, Mag. Dr. Erwin Rigo, der gekonnt und sehr sympathisch durch die Tage moderierte.

Ein großes "Vergelt´s Gott“ dafür, dass Julian Assanges Schicksal auch auf der Bühne Gehör fand, und das Neue Medien, der Kontrafunk, Hoch2 und KlarTV, wertschätzend mit von der Partie sein durften.

stattzeitung.org wird sie in den kommenden Tagen mit allen Informationen zu diesem Symposium versorgen. Artikel zu den Redebeiträgen sowie Interviews mit fast allen Experten, und als „Extra“ ein Zusammenschnitt der Rede-Beiträge unter "Rückblick und Videos zu "Wozu noch Bildung?"“ unter unserer Rubrik "Meldungen" von unserem geschätzten Gastautor Walter Fassbichler sorgt für Ihre fast uneingeschränkte "Teilnahme“ am Symposium in Dornbirn.

Weitere Veranstaltungen finden sie unter: einheit.at



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