Es gilt die Lügen der staatlichen Narrative zu entlarven. Boris Kotchoubey. Verhaltensneurobiologe.

von Michael Freiherr von Lüttwitz (Kommentare: 0)

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  • Staatliche Methoden der Verhaltenssteuerung manipulieren den Menschen.
  • Staat und Wissenschaft übernehmen die Elternrolle, der Bürger wird als unterwürfiges Kind betrachtet.
  • Vortrag am 20. Januar in Ellwangen.
  • Die Gesellschaft braucht ein positives, zukunftsfähiges Weltbild.
  • Das Anbieten positiver Lösungen ist gefragt.

Elementare Dinge wurden während der staatlich ausgerufenen Corona-Notlage gebrochen – hier hätte der normale Menschenverstand bereits rebellieren müssen. Mit dieser Feststellung stieg Prof. Dr. Boris Kotchoubey in seinen Vortrag "Kognitive Dissonanz“ am 20. Januar 2024 in Ellwangen anlässlich eines "Heilkundler-Symposiums“ ein.

Wie konnten während der Corona-Notlage Dinge geschehen, die man zuvor für nicht möglich hielt, war die von Kotchoubey formulierte Ausgangslage. Seine Antwort: Reale Daten und Aktivitäten wurden staatlicherseits unterdrückt, um die Bevölkerung in einem Wissensnotstand zu halten, dazu kam die Verwendung falscher Begriffe und Praktiken (z.B. PCR-Tests), um schlichtweg zu verwirren und Transparenz zu unterbinden. Bis heute ist keine klare Covid-Definition vorhanden, prangerte der Referent an, was zum Verwirrspiel des Staates bei Corona nur allzu gut passt.

Kotchoubey verwies im Weiteren darauf, dass man gerade mit voranschreitender Zeit die Wahrheit hinter der Staatslüge erkannte, ein Großteil aber dennoch nicht fähig war, den Widerspruch zwischen eigenem Wissen und der staatlicherseits verbreiteten Mainstreamlüge zu knacken. Um diese Unfähigkeit zu verstehen, verwies der Universitätsprofessor auf die drei Ebenen der politischen, psychologischen und existenziellen Suggestion.

Die Mechanismen der politischen Ebene werden laut dem Vortragenden schon seit langer Zeit gezielt eingesetzt, um Menschen zu steuern. Zentraler Punkt dieser Methode ist die stete Wiederholung der These (Lüge): zum Beispiel ohne Impfung hört die Corona-Pandemie nie auf oder menschenverursachtes CO₂ ist für die Klimaerwärmung verantwortlich. Weitere stark wirkende Mechanismen der politischen Ebene sind die Teilung der Gesellschaft und das Unterbinden von Hilfe für in Not geratene Menschen von außen. Nur der Staat ist sozusagen der gute Samariter. Als Beispiel führte Kotchoubey die Ahrtal-Katastrophe an, bei der nichtstaatliche Hilfe als staatsfeindlich bezeichnet wurde.

Der Staat ist der Vater und die Wissenschaft ist die Mutter. Mit dieser einfachen, aber wirkungsvollen Vorgabe zeigte Kotchoubey auf, dass sich der kontrollierende Staat sozusagen elterliche Autorität anmaßt. Dieser psychologische Trick, nämlich die Projektion des Elternbildes auf den Staat, hält den Bürger auf der infantilen Ebene. Deshalb vertraut der Bürger dem Staat, so wie das Kind seinen Eltern vertraut. Kotchoubey erläuterte, dass der Mensch aus diesem psychologischen Korsett ausbrechen muss, indem er die vom Staat aufgezwängte Kinderrolle verlässt und erwachsen wird.

Erst wenn der Mensch erkennt, dass nicht das Verhalten das Wissen dirigiert, sondern das Wissen das Verhalten, kann der Mensch die Fesseln des Widerspruchs der kognitiven Dissonanz, der darin liegt, dass der Staat etwas Falsches vorgibt und es der Mensch wider besseren Wissens trotzdem macht, lösen. Menschen, die stets die Vorgaben des Staates als das Richtige ansehen, folgen dem Prinzip der minimalen Belohnung. Darunter versteht man eine propagandistische Verhaltensstrategie, die darauf abzielt, unerwünschtes Verhalten zu unterbinden, indem man es ignoriert und an deren Stelle positives Verhalten verstärkt. Als Ergebnis übersehen am Beispiel der Covid-19-"Impfung“ die staatsgläubigen Menschen deren negativen Wirkungen und übernehmen für sich die nicht vorhandene positive Wirkung. Für solche Leute braucht der Staat keine Überzeugungsarbeit zu leisten, denn sie folgen bereits für ein Schulterklopfen oder eine Bratwurst und blenden Zweifel aus, folgert Prof. Dr. Kotchoubey.

Bei der existenziellen Ebene – so der Professor - erlebt der Mensch eine Phase der Hilflosigkeit; er hat sein Vertrauen in die Medizin, in die Justiz, in die Wissenschaft, in die WHO, in die Medien und vieles mehr verloren. Der Mensch braucht jedoch etwas Wahres, an dem er sein Handeln ausrichten kann, folgerte der Referent. Martin Luther, Ostblock-Dissidenten oder Martin Luther King verkörperten Ideale, die nicht nur Reformen forderten, sondern auch praktische Leitfäden in Form positiver Alternativen den Menschen an die Hand gaben. In diesem Sinne verwies der Referent auf Kant, der in der Vernunft den Weg zur Wahrheit sieht. In der späteren Diskussion wurde diese Thematik in diejenige Richtung vertieft, dass die empfundene individuelle Hilflosigkeit das Bewusstsein zerstückelt hat, weshalb der Mensch über sein erlebtes Trauma in die Isolation abgleiten kann.

Boris Kotchoubeys Fazit des Abends lautete: Die heutige Gesellschaft braucht ein positives menschliches Weltbild, das fortschrittlich und damit zukunftsfähig ist. Dabei sollte man nicht falschen Propheten auf den Leim gehen, die Vergangenes (zum Beispiel Sozialismus, Kommunismus) nur in neuem Gewand als Fortschritt anpreisen.

In der anschließenden Diskussion arbeiteten Kotchoubey und die Heilkundler unverständliche menschliche Verhaltensweisen während der Corona-Krise unter Einbezug der Suggestionsebenen auf. Hinsichtlich der Frage, warum Ärzte nicht regelrecht aufschrien gegenüber der staatlichen Corona-Lüge, wurde deutlich, dass das staatliche Narrativ die Beteiligten regelrecht mit stetig neuen Fakten überrollte und dabei eindeutig klarmachte, dass derjenige, der nicht mitmacht, aus der Gesellschaft raus ist. Diesem Aspekt der Urangst, als sozial geprägtes Wesen nicht mehr zur Gemeinschaft zu gehören, oblagen sehr viele – sie wollten einfach das Wohlgefühl nicht verlieren, der Gesellschaft zugehörig zu sein. Diesem Verhaltensaspekt kommt eine kognitive wie emotionale Steuerungskraft zu.

Boris Kotchoubey schloss die aufschlussreiche Diskussion mit dem Hinweis, dass man immer ein Mensch bleibt, ganz gleich, ob man sich der Masse, die dem staatlichen Narrativ folgt, anschließt oder nicht. Es gilt nach seinen Worten, die Richtig-Falsch-Alternative zu überwinden, denn es gibt keine ewige Wahrheit, Wahrheit ist stets im Fluss mit den Erkenntnissen der seriösen Wissenschaft. Was es jedoch gibt, betonte Kotchoubey, ist die ewige Lüge. Diese darzustellen, zu entlarven und anzuprangern ist unsere Aufgabe!

Professor Boris Kotchoubey ist Professor am Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie an der Universität Tübingen.

Nach seiner Ausbildung und Promotion in Moskau kam er 1991 an die Universität Tübingen, wo er 2002 habilitierte. Seine Forschungsschwerpunkte und -interessen sind unter anderem Bio- und Neuropsychologie, Bewusstsein und Bewusstseinsstörungen, kognitive Neurowissenschaft/kognitive Psychophysiologie und Selbstregulation des Gehirns. Dabei legt er Wert auf eine begleitende Methodenlehre und Statistik.

Er ist Mitglied bei der Deutsche Gesellschaft für Psychophysiologie, dem Deutschen Hochschulverband und der "Society for Psychophysiological Research“ sowie der "British Association für Cognitive Neuroscience“. Zahlreiche Auszeichnungen würdigen seine Forschungsarbeiten.

Mit Büchern wie "Why are you free?“, "Irrsinn der Sterbehilfe“ oder “Der Untergang einer Institution“ verschaffte sich Boris Kotchoubey Verdienste als Autor. In dem Werk "Wissenschaft und Politik: Zuverlässige oder unheilige Allianz?“ geht er mit anderen Autoren der Frage nach, welchen Beitrag die Wissenschaft zum menschlichen Gedeihen leisten kann.



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