Interview mit einem Bauern. Fionn Barnes.

von Stef Manzini (Kommentare: 1)

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  • Dieser Landwirt ist nachdenklich und selbstkritisch, aber auch humorvoll.
  • Er legt den Finger in die Wunde der Politik, ohne die eigenen Schwächen der Bauern zu vergessen.
  • stattzeitung.org traf den Bio-Landwirt auf dem Kapellenhof in Herdwangen-Ebratsweiler zum Gespräch über Diesel und Steuern, Borkenkäfer, Politiker und den Wunsch nach Erneuerung.

Die Geschichte vom Wald und dem Borkenkäfer und der Politik erzählt von Fionn Barnes:

Ich habe einen Fichtenwald, der da nicht hingehört, deshalb stehen die Bäume im Sommer mit abgesägten Hosen da, und haben nicht genug Wasser. Dann kommt der Borkenkäfer und räumt das morsche Holz weg. Jetzt kann ich meine Bäume spritzen, den Käfer bekämpfen- oder ich kann dort was anderes pflanzen, das gesund bleibt. So ist das mit uns und der Politik, wir können immer schimpfen auf die und den WEF, das kann man schwer ändern. Aber ich kann Entscheidungen treffen, die gesund sind, sodass ich stabil bleibe und die Käfer (Politik) mir nichts mehr anhaben kann. Das kann keine Regierung für mich tun, das muss aus mir selbst kommen. Ich muss was bauen, was stabil ist, und dann muss die Politik machen, was wir wollen, weil wir es wissen. Das Problem jetzt ist aber, wir wissen gar nicht, was wir wollen, nur dass es irgendwie gut ist.“

Fionn Barnes, Bauer einer biodynamischen Landwirtschaft in Südbaden, spricht im Interview mit Stef Manzini über Diesel und Steuern, über Politik, verschuldete Höfe und Maschinen, die Perspektiven für den Nachwuchs- und vieles mehr. Er tut das in einer sehr klaren Art und Weise, reflektiert und humorvoll. Genügend Gründe, ihm genau zuzuhören. Seine "Dreikönigsrede" über Regierungen, Geld und Black Rock, eigenes Versagen, aber auch eigene Möglichkeiten, Seelenverkäufe und Jesus Christus, auf der Demonstration des Demokratischen Widerstands am Montag, dem 8. Januar 2024 lesen Sie hier:


"Eine Dreikönigsrede“ - Demorede vom Landwirt Fionn Barnes beim Demokratischen Widerstand am 8. Januar 2024

Ich sag’ danke an den Stern dieser kleinen Stadt, ich danke Euch für Eure Durchhaltekraft und Treue Euch selbst und der Welt gegenüber und besonders danke ich Gregor und Marita für ihren Einsatz. Es wird eine Zeit kommen, da werden die Bürger Überlingens den Lenkbrunnen abreißen und ein Denkmal für Gregor und Marita hinstellen! Ich freue mich heute schon auf diesen Tag!

Man sagt, wenn zwei sich streiten dann lacht der Dritte! Wir haben uns und lassen uns immerfort spalten, in Arbeitnehmer und Arbeitgeber, in Rechts und Links, in Oben und Unten, in Arm und Reich, in Geimpft und Ungeimpft, und so weiter. In Deutschland wurde eine Mauer gebaut, um das Land zu teilen, sie wurde nach 40 Jahren abgerissen und was wurde daraus? Sie wurde ersetzt mit einer  "Brandmauer" die durch fast jede Familie, Gemeinde, Landkreis, Landtag und Bundestag als unüberbrückbares und unverhandelbares Dogma sich in unsere Seelen verankert hat. Wir haben Angst darüber zu sprechen, zu sagen, was wir denken, ja wir haben Angst überhaupt zu denken, wir haben Angst vor uns selbst und vor dem anderen. Wer nur die Teile sieht, hat das Ganze verloren, und somit seinen Platz in der Welt und wer nur in Teilen denkt, wird den Zusammenhang nie finden!

Wir Bauern wissen schon lange, was die Verhaltensforscher heute lehren und was regelmäßig von den "Meinungsmacher-Medien" praktiziert wird; nämlich wenn man will, dass die Tiere nach rechts laufen sollen, dann drückt man sie nach links! In der Politik ist die Richtung egal, Hauptsache ist, dass man das Volk spaltet, denn ist das Volk gespalten, lässt es sich leicht regieren. Eine Seite wird zum Teufel ausgewählt und die anderen werden plötzlich alle Heilige! Christus hat vor 2000 Jahren schon gesagt: "Ein gespaltenes Haus kann nicht stehen, denn es fällt in sich zusammen!"

Die Gewerkschaften gehen auf die Straße und verlangen einen Inflationsausgleich von uns, wir Bauern wollen nicht mehr bekommen, sondern nur wenigstens das behalten, was wir noch haben! Von uns wird einfach genommen.

Heute protestieren wir, Bauern und Fuhrunternehmer. Man kann sich leicht blenden lassen von den Lichtern, der Größe und dem Lärm der Maschinen, aber der Schein trügt! Denn drei von fünf dieser Fahrzeuge gehören uns nicht. Vier von fünf Höfen sind verschuldet, das heißt wir können gerade den Kapitaldienst stemmen und die laufenden Kosten aufbringen, aber bilden kaum bis kein Eigenkapital und dies nur, wenn wir Doppelschichten schieben. Die Gemeinden, Landkreise, Bundesländer, Staaten, sind alle weit über ihren Kopf verschuldet und die sich nicht verschulden ließen wachsen kaum, und werden mit Steuern bestraft, und alle werden mit aberwitzigen Auflagen und Kontrollen gelähmt!

Als das Geld noch an Gold gebunden war, war Gold eine Ware, aber Geld nur ein Tauschmittel ohne eigenen Wert abgesehen vom Zins. Es gehörte den Staatsbürgern. Das heißt, Geld war an sich keine Ware. Heute ist das Geld zur Ware geworden, heute gehört es Privatinvestoren, es wird vermehrt gehandelt und gekürzt so wie es ihnen passt. Es ist staatenlos, firmenlos, und komplett entkoppelt vom Produkt und der Arbeit des einzelnen Menschen. Die Finanzelite ist eine internationale Geldwäscheanlage und wir die Waschweiber, sie ist eine Drehtüre, die nur um sich selbst dreht und sich von ihrem eigenen Fahrtwind berauschen lässt. Sie sprechen sich gar nicht mehr gegenseitig ab wer dran ist, weil dran sind immer die Gleichen! Wenn Deutschland in die Rezession geht, dann gewinnt man eben in China umso mehr, wenn Puma verliert, dann gewinnt Nike, die eine Hand wäscht eben die andere. Sie bauen uns eine virtuelle Welt auf, spannen ein virtuelles Netz darüber, überwachen unser Tun und lassen das per Satellit und Smartphone verkaufen. Unsere Daten verkaufen sie an Firmen, die ihnen selber gehören, die wiederum an uns verkaufen, jedes Mal mit satter Gewinnmarge versteht sich! So machen sie auch uns zu Ware. Denn das Wissen über die Ernte ist heute mehr wert als die Ernte selbst! Und die Ernte ist in ihren Büchern die Liquidität. Die Information und Kontrolle über Erntemengen, Qualität und Nachfrage aber ist das neue Gold der Spekulanten.

Wir werden gegeneinander gehetzt, so wie es eben der Obrigkeit in die Hände spielt: Christen gegen Muslime, Muslime gegen Juden, Russen gegen Ukrainer und Amerikaner gegen alle, die im Wege sind! Alle sind Gefangene und jeder ist gezwungen seine Rolle zu spielen. Warum? Weil sie alle verschuldet sind, ein jeder ist ein Knecht des gleichen Herrn und dieser kennt keine Loyalität, hat keine Heimat und schreckt vor nichts zurück!

Wir demonstrieren mit Traktoren, die Blackrock, Vangaurd und State Street Cooperation gehören. Wir fahren auf Straßen, wir lassen uns behandeln in Krankenhäuser, wir kämpfen in Armeen gegeneinander, wir arbeiten in Betrieben, wir lassen uns aufstellen in Regierungen. All das und sogar die Luft, die wir einatmen, gehört Blackrock, Vanguard und State Street. Die ganze Kiste wurde von uns finanziert, gebaut und wird von uns betrieben, aber gehören tut uns nichts! Sogar die Schulden gehören ihnen, aber bürgen und tilgen müssen wir! Nur die Alten und die Kranken, die Verwundeten und Dementen gehören uns! Die Gewinne aber werden aus dem Land gefahren! Gegeneinander kämpfen wir ums Überleben und der Finanzadel lacht sich derweil ins Fäustchen und fährt die Ernte ein. Warum ist es so?

Ich habe noch nie erlebt, dass ein Affe zum Mensch geworden ist, aber öfters habe ich erlebt, dass Menschen zu Affen geworden sind! Wen der Mensch das Göttliche verlässt, wenn er seinen Geist opfert, wenn er dem Himmel den Rücken kehrt und sich in die Erde verliebt, dann wird er Böse und legt Hand auf sich selbst! Ich sage: Wer seinen Kopf opfert, opfert am Ende auch sein Herz! Wer seine Freiheit für Sicherheit eintauscht, hat beides verloren! Ich sage, es ist so, weil wir vor lauter Außen das Innen vergessen haben, vor lauter Erde den Himmel.

Wer sich in sich selbst verliebt, der wird von Gott verlassen! Und in einer Welt ohne Gott:

Wird der Mensch maßlos,
sein Benehmen haltlos,
seine Wünsche uferlos,
seine Mode schamlos,
sein Wort wertlos
und sein Leben grundlos.

Am Ende vom Tag stellt sich jeder von uns die Frage "Welchem Herrn will ich dienen?“
Dem maßlosen, gesetzlosen Daumenschrauber oder dem furchtlosen, selbstlosen und bedingungslosen, der in jedem Menschenherzen lebt, der ihn liebt.

Das Böse will nicht erkannt werden, versteckt sich in Halbwahrheiten und wird immer weniger, desto mehr es erkannt wird. Das Gute aber will erkannt werden und wächst im Lichte der Erkenntnis! Wer Ohren hat, der höre!


Der Kapellenhof von Anita und Fionn Barnes ist seit 1813 im Privatbesitz und wird seit 1993 biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Der Hof umfasst 82 Hektar Land. Dabei handelt es sich um 50 ha Acker, 20 ha Grünland und 12 ha Nutzwald. Dort leben 1.176 Legehennen und 24 Hähne, eine Mutterkuhherde mit 30 Tieren der Rasse Fleckvieh, 5 Ziegen, 1 Schaf und 2 Alpakas. Es werden Speisedinkel und als Hühnerfutter Weizen, Körnermais, Ackerbohnen und Hafer sowie als Silagefutter für die Kühe und Ziegen Kleegras angebaut. Der Speisedinkel wird über das Unternehmen Spielberger und die Eier über das Demeter-Hofgut Brachenreuthe in den Handel gebracht. Vor dem Hof können Nachbarn und Gäste auch Eier im Eierladen erwerben. Der Hof bietet mit einer Ferienwohnung auch die Möglichkeit das Landleben ganz hautnah kennenzulernen.



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Kommentare

Kommentar von Stefan Krömer |

Hallo und Danke für den Beitrag.
"das kann man schwer ändern" dieses Zitat ist bestimmt richtig, liegt aber vor allem auch an unseren Glaubenssätzen (man kann ja eh' nichts ändern) und an der massiven Beeinflussung von Medien und Faktencheckern, die alle gesteuert, bezahlt und nicht unabhängig sind.
Jeder Blinde muss doch inzwischen sehen, dass Ausschliesslich Geld weggeschafft wird. Früher war Deutschland bei 10% Steuern ein florierender Staat, die Rentner waren gut versorgt. U.A. aus diesem Grund wurden die Kriege gegen Deutschland initiiert.
Heute sind die Bürgen schon so dement, dass sie glauben es ist normal, 1.3 Milliarden EURO nach Indien zu geben, oder 350 Millionen nach Peru für Radwege. Und überhaupt, dass die Deutschen an allem Schuld sind und die Welt samt Klima retten müssen. Von Geldflüssen in die EU oder zur Ukraine beginne ich erst gar nicht. Sie glauben ja auch, dass Waffen Frieden schaffen können und Fluorid gesund ist. Wie viele Glaubenssätze wurde uns im Laufe der letzten 80 Jahre einprogrammiert?
Und der Bauernverband hat bestimmt nur Gutes im Hinterkopf, steckt aber mit Habeck und Özdemir unter einer Decke? Zwei des Regierungs-Abbruchteams, die Vollender des Morgenthau-Plans? (Faktenchecks werden sagen: krude V....)
Solange die meisten Bauern denken es geht vor allem um Finanzen und Steuern, wird sich leider nichts Wesentiches ändern. Im besten Fall verzögern sich Insolvenzen. Fakt ist, wir werden von NGOs gegängelt und hier gehören alle dazu, einschliesslich EU, EU Kommission, WEF, UN, WHO und auch der ganze Bundestag (höre Sigmar Gabriel!).
Denkt bitte nur mal an die Nordstream Pipeline. Die Auswirkungen der Stilllegung hat im Alltag wesentlich grössere Auswirkungen auf jedermann in Europa, als die Diesel-Steuer für Bauern. Und das soll das Verfassungsgericht regeln? Als Firma unter der Bundesfinanzargentur GmbH, nach zahllosen Abendessen mit "Regierenden"? Oder Den Hague, unter der UN NGO, in welcher GERMANY in der Charta noch immer als NGO/Feindstaat geführt wird?
Aber jetzt werden Neuwahlen alles zum Guten wenden. Die CDU hat den Beginn des Abbruchs schon 2010 endgültig eingeleitet und die AFD muss Versprechen erst noch halten. In der Vergangenheit hat das "Geschwätz von gestern" keinen wirklich interessiert.
Eine gute Woche euch allen! Ich esse jetzt erst mal mein Plastik-GMO-Steak aus dem 3D Drucker mit ein paar Käfern und Mehlwürmern, dann schnell zum Einkaufen, bevor meine Ration digitales Geld verfällt.

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