Verbale Angriffe gegen freie Journalistin. Buhrufe für Bauern-Vize. Das war die Demokratie-Demo.

von Stef Manzini (Kommentare: 2)

Klick auf Bild für Großansicht

  • Rund 1.500 Menschen kamen nach Überlingen, um Zeugnis für Demokratie abzulegen- und taten es dann doch nicht.
  • Stef Manzini von der stattzeitung.org vom Veranstalter als “Demokratiefeindin” beleidigt.
  • BLHV-Vize sollte mit tumultartigen Buh-Rufen zu Beginn seiner Rede vertrieben werden.
  • Interviews und Redebeiträge von grünem Landespolitiker, Bauern-Vize, Oberbürgermeister und Kommunalpolitiker.
  • “Omas gegen Rechts” outen sich am Bodensee teilweise als Demokratiefeinde.
  • Hakenkreuzplakate erlaubt, um Widerspruch gegen die AfD zu zeigen.
  • Alt-Medium heizt in bekannter “Corona-Manier” die Stimmung an, und ist ein Organ der Spaltung.

Das Demokratieverständnis der "Omas gegen Rechts“, die in Überlingen am Bodensee zur Demo gegen alle "Demokratiefeinde“ aufgerufen hatten, lässt nach diesem denkwürdigen Tag der Zäsur tief blicken. Stef Manzini, die Journalistin der stattzeitung.org, hatte mit ihrer bloßen Anwesenheit die Veranstalterin Doris Hog offensichtlich so in Rage gebracht, dass die Frau völlig entgleiste- und Stef Manzini von der Bühne herab quasi als "Demokratiefeindin“ bezeichnet, siehe Ausschnitt im beigefügten Video zu Hog´s Redebeitrag in Minute 15. Hog berichtet über das "Potsdam-Treffen" vom November, dass gerade in allen Medien präsent ist, schießt gegen die AfD- und fügt süffisant hinzu: "alles eine bösartige Medienkampagne, gell Frau Manzini?". Ja, das ist in der Art und Weise, wie wir es erleben, in der Tat eine Medienkampagne zulasten der AfD, und ohne die CDU zu thematisieren. Ein anschließender Interviewversuch mit der "Demokratin“ scheiterte, denn Hog war nicht gesprächsbereit- und kehrte der Journalistin demonstrativ den Rücken. stattzeitung.org nimmt sich nicht zu wichtig, aber wir lassen uns von selbsterklärten "Demokraten“ auch nicht alles gefallen.

Gefallen lassen musste sich auch "Bauernpräsident“ Karl-Heinz Mayer einiges. Der Landwirt aus Owingen bekam schnell sein Fett weg. Mayer, Vize des BLHV (Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband), wurde bereits nach wenigen Sätzen durch Buhrufe (siehe Ausschnitt im Video ab Minute 39), "Hau ab“ und weitere Schmähungen unterbrochen. Seltsamerweise von einem großen Teil der rund 1.500 Teilnehmern, die sich am Samstag, dem 20. Januar 2024 an der Überlinger Seepromenade versammelt hatten, um ihren Anspruch darauf, lupenreine Demokraten zu sein, zu zeigen.

Die Stimmung an diesem klirrend kalten, aber sonnigen Samstag schlug um in offene Aggression gegen den Landwirt aus Owingen, der mit seinem Verband immerhin rund 16.000 bäuerliche Betriebe vertritt. Im Interview mit stattzeitung.org nimmt Mayer Stellung dazu, wie er es mit dem "Rechts-Framing“ der Landwirte aushält, beziehungsweise ob dies überhaupt schlimm sei, angesichts einer großen bäuerlichen Anhängerschaft der AfD.

Oberbürgermeister Jan Zeitler (SPD), der gerade noch den ersten Christopher-Street-Day (CSD, Parade der LGBTQ u.a.) beim Neujahrsempfang für die Überlinger Bürger als herausragend-freudiges Ereignis und Aushängeschild für eine offene und tolerante Stadt gelobt hatte, beteuerte im Interview, für ihn gebe es keine Demokraten erster und zweiter Klasse. Warum er sich bisher nie bei den "Montagsspaziergängern“ blicken ließ, die für Grundrechte und Demokratie seit drei Jahren direkt vor "seinem“ Rathaus auf der Straße stehen- und ob er dies jetzt gedenke zu ändern, erfahren Sie im Kurzinterview mit stattzeitung.org.

Prof. Dr. Alexander Bruns, Mitglied des Überlinger Gemeinderats für die CDU, und ebenfalls auf der Rednerliste, hat keinen Zweifel an "seiner“ CDU in puncto Demokratiefestigkeit, aber auch keinen Zweifel am Gegenteil bei der AfD. Im Interviewhinweis auf die Teilnahme auch von CDU-Mitgliedern, bei der als "Wannseekonferenz“ völlig verfehlt "hochgehypten“ Gesprächsrunde in Potsdam, sah der Kommunalpolitiker keinen Widerspruch.

Der grüne Landtagsabgeordnete Martin Hahn sprang dem „Bauern-Präsi“ verbal bei, und wurde bei seinem "wettern" über, Zitat-Hahn: „die Brut von rechts und links“, und trotz seines freudschen Versprechers „die rechte FDP in Österreich“ mit großem Beifall bedacht. Warum sich der grüne Politiker seit fast zwei Jahren den Interviewanfragen von stattzeitung.org entzieht, erfahren Sie im Gespräch mit Martin Hahn am Rande dieser Veranstaltung, dem er quasi nicht ausweichen konnte.

Plakate mit Hakenkreuz-Symbolen, mit dem Hinweis "Fuck AFD“ waren auf dieser Veranstaltung genauso geduldet, wie die Meinung Andersdenkender verpönt war. Der Zweck schien die Mittel zu heiligen, undenkbar ein solches Pamphlet auf einer AfD-Demo zu zeigen. Damit Sie sich, hochgeschätzte stattzeitungs-Leser und Freunde der Demokratie, selbst ein eigenes Urteil bilden können, haben wir die "Demonstration gegen Demokratiefeinde“ mit den Redebeiträgen für Sie gefilmt.

Präzise zu dieser Veranstaltung lancierte die hiesige Lokalzeitung mehrere Artikel, in einem wurde die stattzeitung.org als Internet-Blog inszeniert, der "Staatsfeinde“ verharmlost, in diesem Falle Johanna Findeisen, und unrichtige Angaben betreffend der Finanzierung einer "terroristischen Vereinigung“ (Reichsbürger) macht. Konfuserweise, um im gleichen Artikel die Angaben der stattzeitung.org dann wieder als zutreffend zu veröffentlichen. Ebenfalls rein zufällig an diesem denkwürdigen Samstag wurde im betreffenden Alt-Medium im Zusammenhang mit einer AfD-Demo Anfang Dezember, gegen ein geplantes Flüchtlingsheim in Salem, von Einschüchterungsversuchen der Veranstalter gegenüber den Bürgern gesprochen. Eine schlicht unzutreffende Aussage, hatte doch der AfD-Veranstalter zusammen mit dem Veranstalter der Gegendemo auf der Bühne gestanden, und dort sogar den Startschuss zu einem gemeinsamen Projekt gegeben. Framing, - oder eben nichts als Lügen kann man feststellen, und der Lokalzeitung die Absicht zu einseitiger Meinungsmache zumindest einmal unterstellen, freilich ohne zu vergessen, dass es den Meinungsmachern des "Mainstream“ vielleicht gar nicht mehr auffällt.

Ein Demokratiefest hätte es sein sollen, sein können- wenn nicht der schale Beigeschmack der in "Corona“ so gut geübten Spaltung im Grunde nur verfestigt- ja gekrönt worden wäre. Wie sagte Oberbürgermeister Zeitler auf Nachfrage, es gibt nicht Demokratie erster und zweiter Klasse. Anstatt die Montagsspaziergänger des Demokratischen Widerstands, die seit drei Jahren für die Demokratie kämpfen, und eine Freie Presse vom Bodensee, deren Journalisten nicht die Uniform des staatlich verordneten Meinungsdiktats tragen, herzlich willkommen zu heißen, wurden diese vom Veranstalter beleidigt. Um zu zeigen, was wir unter Demokratie verstehen haben wir fast alle Redner in unseren Interviews zu Wort kommen lassen, und bedanken uns auch ganz ausdrücklich bei Zeitler, Hahn, Mayer und Bruns.

Für Doris Hog und "ihre Truppe“, die "Omas gegen Rechts- und Gott weiß noch was“ scheint leider der einfache Spruch zu gelten:
"Wir lieben die Menschen, die frisch heraussagen, was sie denken, falls sie das Gleiche denken wie wir“. "Kopf hoch“ liebe Omas, Demokratie kann man ja noch üben. Sagt uns Bescheid, wenn ihr bereit seid für ein Interview mit einem unabhängigen Medium. Wir versprechen Fairness.

Abschließend bleibt anzumerken, dass das Motto der Veranstaltung in Überlingen, "Nie wieder ist jetzt! Vereint für unsere Demokratie." doch sehr unscharf war, und keinen Vergleich standhält zu Vera Sharafs während der "Corona-Plandemie“ formulierten Feststellung: "Never again is now global“. Dafür musste sich die Holocaustüberlebende von linken Aktivisten und deutschen Gerichten aus dem Land jagen lassen. Es war dies ihr erster Besuch in Deutschland.

Das schöne und gute Aushängeschild für Überlingen ist, alles verlief friedlich- und 1.500 Menschen engagierten sich für Demokratie- für das, was sie dafür halten!

Sehen Sie hier den Großteil der Redebeiträge der Demo "Nie wieder ist jetzt! Vereint für unsere Demokratie.":

Lesen Sie, liebe stattzeitungs-Leserin, lieber stattzeitungs-Leser, hierzu auch den Kommentar in "Die Journalisten der Neuen Medien sind die Klima-Aktivisten für Meinungsfreiheit.".



Begleiten und unterstützen SIE bitte wohlwollend unsere „unabhängige Schreibe“. Journalistische Arbeit hat ihren Wert und einen Preis, daher freue ich mich besonders das dennoch NIEMAND bei stattzeitung.org vor einer Bezahlschranke landet! Unsere Information soll für JEDE und JEDEN gleichermaßen zugänglich sein. Wir tun dies im Vertrauen darauf, breit getragen zu werden.

Spenden Sie bitte per Überweisung:
IBAN: DE03690618000005388201
BIC: GENODE61UBE
Bank: Volksbank Überlingen e.G.
Kontoinhaber: Stef Manzini
Verwendungszweck: „Schenkung“

Oder per PayPal:


Oder per Patenschaft:
Patenschaft

Danke!


Zurück

Kommentare

Kommentar von Michaela Borrs |

Vielen Dank Frau Manzini für die ehrlichen Interviews, die gute Berichterstattung und den Videomitschnitt. Weiter so.

Kommentar von George Baker |

Vielen Dank für die hervorragende Berichterstattung und die Interviews.
Ein Wort möchte ich noch zu den selbst ernannten Muster-Demokraten aus dem Demopublikum, die wohl mehrheitlich aus dem links-/ grünen Lager kommen, sagen. Die finden überhaupt nichts dabei, wenn ihr Landwirtschaftsminister Cem Özdemir im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sagt, man dürfe die Kontrolle des Verfassungsschutzes, der Geheimdienste, der Gerichte usw. nicht der AFD überlassen. Er gibt damit zu, dass diese unter Kontrolle der Grünfaschisten und anderen Regierungsbeteiligten stehen und dokumentiert damit seine Demokratie- und Verfassungsfeindlichkeit. Diese (Demokratie und Grundgesetz) beruhen nämlich auf der Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit, die dieser Herr der Exekutive, wie er durch seine Äußerung zugibt, wie selbstverständlich missachtet. Wer hier der Demokratiefeind ist, ist offensichtlich. Nicht anders ist es bei diesen Demoschreiern. Kein Einwand dagegen, dass ein privates Treffen von Correctiv ausspioniert und als Grundlage der Hetze gegen eine Partei dient, um diese als Nazis zu brandmarken. Gleichgültig sind diese gegen das Erwähnen, dass im Koalitionsvertrag eine "Rückführungsoffensive" vereinbart wurde, gleichgültig sind die, wenn Scholz von der Notwendigkeit massiver Abschiebungen spricht. Nur die andern sind die"Bösen". Die Absicht, die dahinter steht und der Zeitpunkt dieser Demos sind jedem einigermaßen neutralen Beobachter sonnenklar. Solchen Leuten steht kein Recht zu, zu beurteilen, wer Demokrat ist oder nicht.

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 8 und 2.

Der abgeschickte Kommentar wird vom Autor nach Prüfung veröffentlicht und gegebenenfalls beantwortet. Dies kann, je nach vorhandenen Ressourcen, einige Zeit dauern. Wir bitten um Verständnis, dass wir nur Kommentare mit Angabe des vollständigen Vor- und Nachnamen veröffentlichen werden.