Die Journalisten der Neuen Medien sind die Klima-Aktivisten für Meinungsfreiheit.

von Stef Manzini (Kommentare: 4)

Meinung

Als Demokratin und Überlinger Bürgerin fühlte ich mich am Samstag verpflichtet zur Demonstration “gegen Demokratiefeinde” zu gehen. Als Journalistin fühlte ich mich beauftragt über die Veranstaltung zu berichten. Nichts ahnend, dass ich von der Veranstalterin selbst, Doris Hog von den “Omas gegen Rechts”, dort vor über tausend Menschen quasi als “Demokratiefeindin” gebrandmarkt würde. Das Hog mir im Anschluss das Gespräch verweigerte, macht die Sache nicht besser. Wenn diese “Oma” meine Demokratie verteidigt, dann “gut Nacht um acht”, habe ich gedacht.

Ist dieser Vorfall nun Ausdruck von Verachtung oder ein "Ehrentitel“?, fragte ich mich auf dem Nachhauseweg. Wie tief muss Hass und der Wille zur Ausgrenzung sitzen, um diese Vorgehensweise zu begründen- wie rechtfertigt "Oma Hog“ ihr Verhalten? Ich weiß es nicht! Wir sind wohl Zeitzeugen für die letzten Zuckungen eines sterbenden Systems, und so manch Mitmensch kennt keine Schamgrenze mehr. Wohlan zu etwas Besserem!

Unsere Veranstaltung mit Daniele Ganser, "Wir gehören alle zu einer Menschheitsfamilie", im September 2022 rief die "Omas“ auf den Plan, die Interviews mit Weidel, Maaßen und Höcke verurteilen diese selbsternannten Hüter der Demokratie. Freilich ohne dabei zu bedenken, dass gerade die Meinung Andersdenkender unbedingt und zwingend in den öffentlichen Meinungsdiskurs gehört.

Anstatt uns, die wahren Klima-Aktivisten nämlich für ein Klima der Meinungsfreiheit, ohne das alle anderen Klimadiskussionen obsolet sind, ausdrücklich willkommen zu heißen, grenzt man sich ab, und spaltet in erlernter "Corona-Manier“ die Demokraten in erste und zweite Klasse. Ja, der Faszination sind keine Grenzen gesetzt, stilisiert sich selbst als lupenreine Demokraten- und outet sich dann als Diktatoren, die andere Meinungen abseits ihrer eigenen unterdrücken wollen. Was im großen weiten Land passiert, passiert auch in der Kleinstadt, in diesem- und in allen anderen Bereichen.

Die AfD ist das erklärte Ziel der Demokratiefreunde gewesen, gleichsam freie Journalisten, neue Medien und Bauern. Puh, schwierig. Sagen wir doch einfach alle, die vom "rechten Pfad" abgewichen- und doch "rechts“ sind. Also alle, die etwas anderes wollen als das, was gerade passiert, sind jetzt Demokratiefeinde.

Versteckt feindselige Biedermänner und Biederfrauen sind die wahren Brandstifter und weitaus gefährlicher als alles, was ich von Alice Weidel je gehört habe. Dem schlimmsten Mann (und hier gilt das auch für die Frau, ohne zu gendern) im ganzen Land- es ist der Denunziant, wurde für sein Tun- und Treiben unter dem Deckmantel der "Hygienik“, ich könnte auch sagen "Volksgesundheit“ während der "Corona-Pandemie“ Tür und Tor geöffnet. Überlingen beweist, dass diese Tür immer noch weit offen steht. Leider.

Viele der Menschen, die zur Demonstration kamen, kenne ich gut, manche davon waren einmal Freunde. "Die Freunde sind im Krieg geblieben“, sagte mir dazu vor kurzem eine immer-noch Freundin. "Corona“ war Krieg und ist es auch immer noch. Nicht der Krieg, der auf Schlachtfeldern in der Ukraine oder in Nahost tobt, es ist der Krieg in den Herzen.

Wie "Omas gegen Rechts“ wollt ihr je wieder in meinem Ansehen steigen? Ich sage es euch: Geht zu Daniele Ganser und hört ihm gut zu. Wir gehören alle zu einer Menschheitsfamilie. Wir brauchen nicht Ausgrenzer und geistige Brandstifter. Was wir brauchen ist Versöhnung. Der erste Schritt ist miteinander zu sprechen. Wir sind bereit, nun zeigt einmal, was ihr für Demokraten seid. Sollten Doris Hog und Co. unser Gesprächsangebot annehmen, finden Sie, liebe stattzeitungs-Leser es demnächst in Ihrem freien Medium. Falls Sie nichts finden, nicht traurig sein. Wir versuchen es weiter. Behalten Sie die Ruhe und den Überblick, und ein frohes Herz- ich versuche das auch.

Herzlichst,

Ihre Stef Manzini

Lesen Sie, liebe stattzeitungs-Leserin, lieber stattzeitungs-Leser, hierzu auch den zugehörigen Artikel "Verbale Angriffe gegen freie Journalistin. Buhrufe für Bauern-Vize. Das war die Demokratie-Demo.".



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Kommentare

Kommentar von Ferdinand Lohr |

Als Sohn eines Naziverfolgten und allergisch gegen jeden Totalitarismus, zitiere ich für die Teilnehmer der "Demos der Guten“, besonders für die "Oma gegen Rechts“, Henryk M. Broder: „Wenn Ihr Euch fragt, wie das damals passieren konnte; weil die so waren, wie Ihr heute seid“

Kommentar von Stefan Stumpp |

Sie sind der Meinung, dass die Meinung der Omas gegen Rechts welche die zu der Meinung von Herrn Ganser haben eine falsche Meinung ist. Vielleicht hat alles nur mit Glaube zu tun. Die Omas glauben an die Demokratie. Herr Ganser an sich selbst. Und Sie glauben an die Hoffnung - vielleicht.

Kommentar von George Baker |

Wieso so leutselig und gesprächsbereit gegenüber den Omas gegen was auch immer? Diese faschistoide Gruppierung macht sich doch nur wichtig und glänzt allenfalls durch aggressive Parolen, die beim entsprechend politisch gefärbten Publikum ankommt. Mit solchen Leuten, die zu keiner Differenzierung und Abstraktion in der Lage sind, muss kein Austausch gepflegt werden. Ein solcher gibt denen nur ein Gefühl von Wichtigkeit, das ihnen mit ihrem lächerlichen pennälerhaften Auftreten keineswegs zusteht.
Berichten und kommentieren, ja, aber nicht sich diesen Typen andienen. Dazu sind die Fronten derzeit zu verhärtet und die Bildung einer Gegenfront (mit Dialogbereitschaft zu gegebener Zeit) unbedingt vorrangig.

Kommentar von Stefan Stumpp |

Lieber Herr Baker,
kann es sein, dass Sie über sich reden. Sie reden zum einen über Meinungsfreiheit und reden von ihrem Gegenüber von "faschistoiden Gruppierung". Entschuldigen Sie bitte, aber so geht es nicht. Beenden Sie ihren inneren Konflikt und benutzten Sie wieder Worte, die nicht aus Zeiten des Krieges stammen. Wünsche ich mir für alle!

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