"Wir befinden uns in der Endphase des Geldsystems." Ernst Wolff

von Redaktionsteam (Kommentare: 0)

Michael von Lüttwitz und Stef Manzini

Bild: s!!z-Team

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  • Vortrag mit Ernst Wolff am 12. September im Andreashof, Überlingen.
  • Informative Vortragsreihe des Vereins "Aufrecht Zürich".
  • Ernst Wolff skizzierte Hintergrundinformationen über das WEF.
  • Zukunftsprojekt "Zentralbank" versklavt die Menschen.

Der 10. August 2023 war ein großer Tag für die Freiheit und den Rechtsstaat, die Demokratie, die Wissenschaft und die Erkenntnisgewinnung auf der Basis der Vernunft, denn zu diesen Themenkreisen referierten im Stadtsaal von Zürich-Kloten Dr. Hans-Georg Maaßen, Prof. Dr. Michael Esfeld, Dr. Bernd Fleischmann, und Ernst Wolff. Vor vollem Haus mit etwa 400 Plätzen führte Remco Leimbach und Mirco Pin durch das Programm, bei dem es eine gelungene Mischung von geistigem und kulinarischem Input gab. Ausrichter war der Verein "Aufrecht Zürich", der bei den Schweizer Wahlen Kandidaten aus dem gesamten politischen Spektrum stellt. Aufklärung ist diesem Verein ein zentrales Anliegen, und das gelang am Vortragsabend in herausragender Weise. stattzeitung.org war für Sie vor Ort.

Den Schlusspunkt der Referentenreihe setzte Ernst Wolff, Schriftsteller, Analyst und Vorreiter gegen die übermächtige Finanz-Elite, mit dem Thema "Das Erfolgsmodell World Economic Forum (WEF) – auf dem Weg zur Weltherrschaft". Das WEF und sein geschäftsführender Vorsitzender, Klaus Schwab, werden immer in einem Atemzug genannt, weshalb Wolff die Frage stellte, wie es möglich war, dass ein unbekannter Wirtschaftswissenschaftler namens Klaus Schwab einen kometenhaften Aufstieg an den Tag legte und zur zentralen Figur im globalen Wirtschaftswesen wurde.

Wie konnte es wohl möglich sein, mit einem Startgeld von nur 50.000 DM, damals laut Schwab vom Schwiegerpapa bekommen, rund 500 Menschen eine Woche in Davos unterzubringen? Denn die waren gekommen, um beim ersten World Economic Forum mit dabei zu sein? Der schlaue Ernst Wolff hat mal schnell gerechnet, und kam auf einen geradezu lächerlichen Betrag von 7 DM, der jedem Gastronom zur Unterbringung und Verpflegung eines Gastes zur Verfügung gestanden hätte. Da ratterten auch die Gehirne der Gäste im Stadtsaal Kloten nochmal zur späten Stunde so richtig los, und jedem war schnell klar, dass hier weitaus mehr Geld im Spiel gewesen sein musste. Wer hat es wohl dem Klaus Schwab damals gegeben, und mit welchem Ziel? Zahlenspiele wie dieses machen einen Vortrag von Ernst Wolff, dem blitzschnellen Analytiker immer wieder zu einem Erlebnis.

In einem kurzen Resümee führt Wolff zu Schwab aus: Als ehrgeiziger junger Mann habe er sich in der Elite-Universität Harvard in Boston (USA) eingeschrieben. Dort kam er mit drei entscheidenden Wirtschaftlern, darunter Henry Kissinger, in Kontakt, die gewaltige amerikanische Probleme zu lösen hatten. Ein Lösungsweg wurde im Zugriff auf Europas Wirtschaft gesehen. In Schwab hätten sie den Mann für den alten Kontinent gesehen. Mit amerikanischer Unterstützung führte er ein Wirtschafts-Symposium durch, das ein voller Erfolg wurde und auf dem die Zukunft des Unternehmens aufgebaut wurde. Die in Amerika anstehende Wandlung der Wirtschaft vom militärisch-industriellen Komplex zum digitalen Komplex läutete Schwab in Europa ein. Mit dieser neuen Ausrichtung war es möglich, Wirtschaftsunternehmen ohne Umweg sofort an den globalen Markt zu bringen. In entscheidender Schlüsselposition hätte Schwab hinter den Kulissen die Fäden gezogen. Das wirtschaftliche Organisationskonstrukt à la Schwab erhielt 1987 seine Bezeichnung World Economic Forum (WEF). Seitdem ist das WEF auf globaler Ebene an zahlreichen wirtschaftlichen und politischen Aktivitäten beteiligt.

Weiter führte Wolff aus, dass Schwab bei der Führung des WEF Menschenrechtsverletzungen nicht interessierten und er geflissentlich auch Lügen zu verbreiten half, wenn es den Geschäftsinteressen dient. 1993 gründete Schwab nach Darstellung von Wolff das Programm "Global Leaders for Tomorrow". In diesem Programm findet man die Namen Merkel, Blair, Sarkozy, Aznar, Barroso und Gates. 2004 folgte das Programm Young Global Leaders. Nach Wolff werden dazu junge, unerfahrene und wenig kompetente Personen eingeladen, da bei Unerfahrenen mit dem Faktor Angst gut zu arbeiten ist. Habeck und Baerbock waren unter anderem bei diesem Programm. Mit beiden Programmen spielt das WEF eine entscheidende Rolle auf der globalen politischen Plattform.

Das aktuelle politische Geschehen spielt sich zurzeit in der globalen Wirtschaft ab, in welcher nach Wolff das Geldsystem am Ende ist und durch ein neues ersetzt werden muss. Während das neue vorbereitet wird, wird das alte gemäß den Wolffschen Ausführungen schamlos geplündert. Aufgrund der Globalisierung des digitalen Komplexes spielen alle Staaten mit, wie Wolff betonte. Nach seinen Ausführungen gibt es zukünftig die Zentralbank, die alles leitet respektive bestimmt. Dabei wird der einzelne Bürger finanziell beziehungsweise digital versklavt. Damit diese Versklavung nicht auffällt, läuft nach Wolff eine riesige Kampagne für digitales Geld – man versucht die Menschen positiv darauf einzustimmen. An diesem in Wirklichkeit versklavenden Bankensystem arbeitet das WEF maßgeblich mit respektive hat die Initiative für die Bankenzusammenführung zu einer Zentralbank veranlasst.

Diese Problematik wird in Zukunft laut den Ausführungen von Wolff den Alltag der Menschen bestimmen, wobei er betonte, dass alternative Systeme wie BRICS (Vereinigung aufstrebender Wirtschaften in Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) keinen Gegenpart stellen, da deren entscheidenden Leute alle in der globalen Hochfinanz sitzen. Mit diesem wenig aussichtsreichen Ausblick ließ Wolff die Zuhörer zum Ende seines Vortrags ins Grübeln kommen, wobei bestimmt der eine oder andere sich an Maaßens Vortrag erinnerte, der eine aktive Rolle der aufgewachten Bürger forderte, um politischen Missständen entgegenzuwirken.

Ein exklusives stattzeitung-org-Interview mit Ernst Wolff sehen Sie, liebe Leserinnen und Leser, in ein paar Tagen.

VORTRAG MIT ERNST WOLFF

"Die Welt am Rande des Finanz-Abgrundes" lautet der Vortrag von Ernst Wolff, am Dienstag, dem 12. September 2023, um 19.30 Uhr, im Andreashof-Glashaus, in Überlingen-Deisendorf, Kirchgasse 35. Eintritt 12 Euro, Abendkasse 18 Euro. Kartenvorbestellung per E-Mail an: udo.daecke@web.de

Ernst Wolff wuchs in Südostasien auf, ging in Deutschland zur Schule und studierte in den USA. Die Wechselbeziehungen von Wirtschaft und Politik, mit der er sich seit vier Jahrzehnten beschäftigt, ist für ihn gegenwärtig von höchster Bedeutung. Sein Ziel ist, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite starke Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens ausübt.

Bild: Veranstalter Udo Daecke

Flyer zum Ausdrucken und Verteilen

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