Ein tolles Konzert, ein "glimpflicher" Unfall und eine freundliche Polizei.

von Stef Manzini (Kommentare: 0)

Bild: Stef Manzini

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Mick Hucknall kommt gerne nach Salem. Das Wetter bringt der Brite aus Manchester direkt aus seiner Heimat nach Südbaden. Den badischen Wein liebt er, und Schweinshaxen auch. Der Sänger der legendären "Simply Red" machte auch am vergangenen Dienstagabend daraus kein Hehl, und erheiterte sein Publikum mit deutschen "Sprecheinlagen" wie zum Beispiel: "Geht nach Hause, a hard rain gonna fall." Niemand kam seiner Aufforderung nach, und so legten "Simply Red" als Zugabe noch eine Hommage an Tina Turner obendrauf, und spielten "Nutbush City Limits". Natürlich mit Kusshändchen von Hucknall nach oben in den Himmel zu Tina. Sympathisch und authentisch ist der Mittsechziger in Jeans und T-Shirt mit der Aufschrift "Daddy", und musikalisch kann man ihm und seiner Band ganz getrost eine Bestnote erteilen.

Die Fans im fast ausverkauften Salemer-Schloss genossen die ganz großen Hits der Band, wie "Something got me started" oder "Money´s too tight (to mention)", die "Simply Red" immer wieder etwas variieren, so auch diesmal. Musiker der Extra-Klasse finden sich unter "Simply Red and Friends" zusammen, und liefern perfekten Sound ohne übertriebene Bühnenshow. Dieser ganz spezielle Sound ging den meisten direkt in die Beine, und so wurde getanzt oder zumindest "mitgewackelt". Nach dem "Unwetter-Konzert" 2016, damals "soff" Frickingen ab, während die Fans bei warmem Sommerregen "im Schloss" zu "Simply Red" tanzten, war es diesmal nass und kühl. Das tat der Stimmung keinen Abbruch, und wer das Glück hatte unter einem der Bäume im Schlosspark zu stehen, der blieb sogar trocken.

Nass wurde es allerdings bei der Heimfahrt, als auf der Landstraße in Höhe Lippertsreute ein Unfall geschah. Ein Fahrzeug hatte einen aus Richtung Frickingen kommenden Mopedfahrer beim Überholvorgang touchiert. Ein beherztes Ehepaar im eigenen PKW sah die Szenerie und stoppte sofort. Zum großen Glück war dem Mopedfahrer, nach ersten Einschätzungen, nichts passiert. Lediglich kleine Blechschäden am Moped und am Fahrzeug des Autofahrers, der nach einem Wendevorgang ebenfalls zur Unfallstelle zurückgekehrt war. Unfallverursacher, Mopedfahrer, Zeugen und die stattzeitungs-Journalistin sicherten die Unfallstelle, denn es regnete stark und herannahende Fahrzeuge dürfen in diesem Bereich 100 km/h schnell sein.

Die herbeigerufene Polizei übernahm dann nach einer guten Weile des Wartens, und erwies sich als "Freund und Helfer", so wie man das von den hiesigen Polizeibeamten eigentlich auch kennt. Das an der Unfallstelle verbliebene Warndreieck aus dem eigenen PKW wurde von den Beamten eingesammelt- und der Eigentümerin sogar vor die Türe gelegt. Wie aufmerksam.

Resümee des Abends: Ein großartiges Konzert. Ein "Gott sei Dank" glimpflicher Unfall- und eine Polizei, die man mit Fug und Recht als "Freund und Helfer" bezeichnen darf.




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