Jetzt begehen die "Guten" den Zivilisationsbruch!

von Stef Manzini (Kommentare: 0)

Meinung

Streubomben für die Ukraine. Von den USA. Nein! Das darf doch nicht wahr sein!
Doppelzüngig verteidigt der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nichts weniger als einen zivilisatorischen Tabubruch. Streubomben stehen wie Giftgas- und Chemiewaffen nicht zufällig auf der Liste der geächteten Waffen, diese Ächtung haben 120 Staaten unterzeichnet. Auch Deutschland. Russland, die USA und die Ukraine gehören nicht dazu. Warum eigentlich nicht?

Wer die verheerende Wirkung dieser Streumunition kennt, und einmal in den Ländern war, in denen diese schreckliche Waffe eingesetzt wurde- und Jahrzehnte später in diesen Ländern noch Minenräumkommandos "Blindgänger" entschärfen, weiß wie furchtbar Streubomben sind. Auch Frank-Walter Steinmeier oder der CDU-Waffen-und-Kriegs-besoffene Roderich Kiesewetter wissen das. Jetzt zu argumentieren, man wolle den USA, Zitat Steinmeier: "nicht in den Arm fallen" ist vor allem eines: Armselig!

Die Begründung, Russland verwende diese Streumunition im "Ukraine-Krieg" ja schließlich auch, ist ebenso fadenscheinig, wie falsch. Sollen ukrainische Soldaten oder ihre westlichen Verbündeten jetzt etwa auch Frauen vergewaltigen und Soldaten kastrieren, so wie es angeblich nur die russischen Soldaten tun? Die Russen tun es ja auch, könnte dann das deutsche Staatsoberhaupt und die Kriegstreiber aller Parteien, ausgenommen der AfD und Sahra Wagenknecht, für Praktiken in diesem Krieg votieren, die einen dreckigen Krieg dreckiger- und vor allem länger machen.

Was kommt als Nächstes? Der Beschuss des Atomkraftwerks Saporischschja durch die Russen oder derer, die es ihnen dann in die Schuhe schieben? Das ist eigentlich auch egal, denn die erhobenen Zeigefinger der "Guten Kriegsparteien" und der "Ukraine-Verteidiger" werden das Elend der Menschen nicht lindern, die in durch Streubomben verheerten, oder nuklear verseuchten Ländern leben müssen. Spätestens da muss doch jedem ein Licht aufgehen- um die Menschen geht es jedenfalls nicht, soviel ist sicher. Wenn zwei sich streiten und einer hat ein Messer, dann gib dem anderen auch ein Messer, dann vertragen sie sich wieder. Das ist die aktuelle Kriegslogik.

"Kriege sind immer schmutzig. Wer in der Scheiße herumläuft, darf sich nicht wundern, wenn er stinkt“, sagte mir einmal ein Soldat der KFOR-Truppen im Kosovo. "Stinken" werden jetzt die USA- und in ihrem Gefolge alle Staaten, die diesen Tabubruch akzeptieren, ja tolerieren- und dafür lahme Erklärungen finden wie Steinmeier. Er unterzeichnete einst den "Ächtungs-Vertrag" genau dieser Waffengattung, deren Einsatz er jetzt goutiert. Deutschland, das über keine regierenden Persönlichkeiten verfügt, die diese Lieferungen vielleicht nicht verhindern- aber verurteilen sollten, "outet" sich wieder einmal als Feigling. Am heutigen NATO-Gipfel in Litauen wäre die Gelegenheit dazu ein lautes "Nein" zum US-Präsidenten Joe Biden zu sagen. Politiker, die den Einsatz von Streubomben jetzt akzeptieren, werden starke Deodorants brauchen. Der Gestank, der von ihnen ausgehen wird, wird auch durch Deutschland wehen. Jeder, auch diejenigen die geschmeidig ihre Hälse wenden und von guten und schlechten Kriegsverbrechen sprechen, werden den Pesthauch dreckiger Waffen in dreckigen Kriegen angezettelt und durchgeführt von dreckigen Kriegsverbrechern, und all jener die zu denselben Mitteln greifen, riechen müssen!



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