Das Konsortium der Unterdrückung

von Stef Manzini (Kommentare: 0)

  • Alexander Christ stellte in Überlingen sein Buch vor.
  • „Corona-Staat“, wo Recht zu Unrecht wird, wird Menschlichkeit zur Pflicht.
  • Vom ganz normalen Anwalt zum Menschenrechtsanwalt.
  • Polizeigewalt in Berlin gegen Frauen und alte Menschen.
  • Rohe Staatsgewalt und Pfeffer aus Wasserwerfern.

Am liebsten möchte er nur auf „seinem“ Stein am Meer sitzen und in Ruhe gelassen werden, verriet Alex Christ seinen Zuhörern am 5. Oktober 2022 im Hof Neuhaus bei Überlingen. Der Bestseller-Autor, „Corona-Staat“, „Die Intensiv-Mafia“, Menschenrechtsanwalt, promovierte Rechtswissenschaftler und Sprecher der „Anwälte für Aufklärung“ war von Palma de Mallorca an den Bodensee eingeflogen, um aus seinem Buch zu lesen und sich einer anschließenden Diskussion zu stellen. Stef Manzini, Redaktion der stattzeitung.org, als Veranstalter, begrüßte die Gäste nicht nur, sondern eröffnete an diesem Abend eine Kampagne der „Better-Way-Medien“ zur Pressefreiheit, der Freiheit von Julian Assange und Michael Ballweg- dessen Anwalt (im Team) Dr. Alexander Christ ebenfalls ist. Die Zeit bis zum Eintreffen des Redners wurde den 120 Menschen im gefüllten Saal so nicht eine Minute lang. „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Menschlichkeit zur Pflicht“, ist der Untertitel des neuen Buches von Alexander Christ- und gleichsam Thema seiner bebilderten Lesung, die er mit persönlichen Kommentaren bereicherte. Kurzweilig gestaltete sich der lange Abend, abwechslungsreich die Thematik. Fassungsloses Entsetzen war im Publikum zu sehen, aufgrund der bildhaften Sprache und der „Beweisbilder“ für Polizeigewalt gegen „Corona-Demonstranten“, die hauptsächlich in Berlin entstanden waren. Mit Tränengas versetztes Wasser aus Wasserwerfern, Pfefferspray und harte Polizeiknüppel  im Einsatz gegen Frauen und alte Menschen, dass hatten die meisten der Anwesenden aus dem hiesigen Raum noch nicht gesehen. „Aliens“ nannte der wortgewandte Vortragsredner die mit großen Helmen und Spiegel-Visier ausgestatteten Polizeikräfte und fragte, warum das Durchschnittsalter der Demonstranten bei „Ü-50“ liege- und antwortete selbst darauf: „Die U-30 sehen Sie hier unter den Helmen“. Die anschließende Berichterstattung der Medien über die Großdemonstration in Berlin, auf der Demonstranten mit Herzchen-Plakaten Friedenslieder sangen, so Christ, verschlug dem Anwalt die Sprache. Von Rechtsextremen und Hassparolen war in den Mainstream-Medien durchgängig die Rede. Immer wieder als anwaltlicher Beobachter anwesend, wurde der Rechtsanwalt selber hart bedrängt, musste auch Alexander Christ der „rohen“ Staatsgewalt weichen , konnte nicht verhindern wie Einsatzkräfte direkt neben ihm einem Vater die Nase blutig schlugen, nur weil er zu seinem Kind wollte. „Seit 2013 gab es keinen Einsatz von Wasserwerfern mehr in der Hauptstadt, auch nicht bei rechten Aufmärschen“, ordnete der Jurist ein, und gab lakonisch den Kommentar von Bekannten wieder, die dazu zu ihm gesagt hatten: „Ihr hättet halt gehen müssen, dann wäre euch nichts passiert“, das war komplett unemphatisch, erinnerte Christ.

Jeder und jede im Raum habe während der sogenannten „Pandemie“ Erfahrungen mit Ausgrenzung, Verunglimpfung und Schlimmerem gemacht, konstatierte Rechtsanwalt Christ, der sehr nahbar und privat mit seiner herzlichen Art die Zuhörer für sich einnahm. Besonders leid täten ihm die Kinder, sein Sohn habe sich von einem ehemaligen Fußball-Freund und Mannschaftskameraden anhören müssen , ob er jetzt schon „Ungeimpfte“ mitbringen würde. „Teamgeist zerstört“, so Christ´s bittere Feststellung.

Mit unglaublich viel Wortwitz verstand es der Buchautor seine Zuhörer zu „fesseln“, Bilder wie der „maskierte“ Karl Lauterbach inmitten seiner unmaskierten Kollegen sorgten für einige Lacher-  wobei einem das Lachen schon im Halse stecken bleiben konnte, ob Christ´s Erläuterungen dazu. „Während die gesamte SPD-Fraktion hier unmaskiert posiert, sitzen unsere Kinder frierend und maskiert in der Schule“, so der Rechtsanwalt zornig. „Das Schafott zur Grundrechtszerstörung“ nennt der Mann, der in Augsburg Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik studiert hat und selbst Vater ist, die politischen Entscheidungen während der „Pandemie“. Im Anschluss an seine, häufig durch Szenenapplaus unterbrochene Lesung mit vielen beigesteuerten persönlichen Anekdoten signierte der Autor sein Buch „Corona-Staat“ sehr persöhnlich mit dem Füller, und stand seinen „Lesern“ noch für so manches Wort zur Verfügung. Zufriedene Gesichter signalisierten einem nachdenklichen, reflektierten, aber zugleich auch sehr angenehmen Redner, der mit viel Herzenswärme nach Überlingen gekommen war, eine rundum geglückte Veranstaltung und viel Interesse an seinem Buch. „Ich komme wieder“ versprach Alexander Christ, im kommenden Frühjahr wird er sein neuestes Buch vorstellen. Man darf gespannt sein...

„Ich war ein ganz normaler Anwalt in Berlin, bevor ich zum Grundrechtsanwalt wurde, das hat das Konsortium der Unterdrückung  aus mir gemacht- dabei möchte ich eigentlich nur in Ruhe gelassen werden und auf meinem Stein am Meer sitzen“, offenbarte Alexander Christ.
Wer möchte ihm das verdenken?!

Weitere Aufzeichnungen einer unserer Gäste finden Sie in dem Kanal "FrischerWind" auf Youtube:

Alexander Christ, Jahrgang 1966, studierte Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik in Augsburg und promovierte über Montesquieu. Er ist als Rechtsanwalt in Berlin tätig und engagiert sich seit Jahrzehnten für Freiheit, Grundrechte und Demokratie. Die Corona-Entwicklungen haben ihn von Anfang an mit großer Sorge um den deutschen Rechtsstaat erfüllt. Dem Angstverdikt setzt er die Freiheitsliebe entgegen. Er ist Mitautor des Spiegel-Bestsellers „Die Intensiv-Mafia“, und seit 2021 als Pressesprecher der „Anwälte für Aufklärung“ aktiv. Ebenfalls ist Christ Sprecher des Anwaltsteams „Ballweg“.

Lesen Sie, lieber LeserIn, gerne auch die aktuelle Stellungnahme von Alexander Christ zum Fall "Ballweg" im s!!z-Artikel "Das Ende der Höflichkeit, der Fall “Ballweg“".



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