Raus auf die Straße!

von Stef Manzini (Kommentare: 0)

Meinung

Was aus dem nichtöffentlichen Finanzausschuss des Überlinger Gemeinderats an die Öffentlichkeit sickert, klingt nicht gut! Dem Stadtsäckel wachsen bei aller Hilfsbereitschaft die Kosten für die „Ukraine-Hilfe“ über den Kopf. Gemeint ist Aufnahme, Unterbringung und viele weitere Leistungen für die aus dem „Kriegs-Land“ geflüchteten Menschen. Unmut macht sich breit, mittlerweile wird -unter Ausschluss der Öffentlichkeit- auch über die hohen Erwartungshaltungen der Flüchtlinge gesprochen. Friedrich Merz, CDU-Parteivorsitzender, spricht dazu bereits vom „Sozialtourismus“. Gemeint sind „Flüchtlinge“ aus der Ukraine, die seit März den Status eines Hartz-4-Empfängers haben, nach Deutschland kommen, die Leistungen beziehen und dann wieder in ihre Heimat zurückkehren. Alice Weidel (AfD) wird deutlicher, nennt das „Sozialbetrug“, und fordert jenseits aller „falsch verstandener Political-Correctness“ eine lückenlose Aufklärung und eine Aufdeckung der Summe mit der deutsche Sozialsysteme dadurch belastet sind. Sozialstaat und offene Grenzen, so die AfD-Vorsitzende in einem neuen Video, passten einfach nicht zusammen. Ernsthafte Zweifel sind angebracht, bei diesem und bei allen anderen Themen.

Mich erinnert das an die 1990-er Jahre. Ich habe mich damals engagiert in der Flüchtlingshilfe, und eine Wohnung für eine Familie aus dem Kosovo gesucht. Es war auch damals Krieg in Europa, in dem Land das wir alle durch unsere Urlaubsreisen kannten - Jugoslawien. Es war gar nicht einfach eine Wohnung für die fünf-köpfige Familie zu finden, was waren wir gemeinsam froh als es gelang. Aus unserem Freundeskreis kamen die Möbel und Haushaltsgegenstände, jede und jeder konnte dazu beitragen. Die so beschenkte Familie freute sich sehr über unsere Hilfsbereitschaft, und bedankte sich mit unvergessenen „Fress-Gelagen“ zu denen sie einluden, und sie servierten uns dabei Unmengen von Instant-Kaffee- denn sie dachten, den würden wir besonders gerne trinken. Heute besitzt diese Familie eine Eigentumswohnung hier in Überlingen, die sie sich mit ihrem Fleiß erarbeitet hat. Alle Kinder sind längst groß, haben gute Arbeitsplätze- und wir lachen uns zu und freuen uns, wenn wir uns in der Stadt treffen. Gelungene Integration, wie schön dass ich dazu beitragen durfte.

Jetzt erzählte mir unlängst eine aufgebrachte Frau aus dem Helferkreis, der sich um die seit 2015 zu uns kommenden Geflüchteten aus Syrien und Afghanistan kümmert, „Ihre“ Familien müssten nun ihre Wohnungen räumen und ins Hinterland weichen, denn im Stadtkern sollten nun Menschen aus der Ukraine den Vorzug bekommen. „Von dort wo sie jetzt wohnen müssen, kommen sie noch nicht einmal mehr zum Sprachunterricht“ beklagte die Frau, die anonym bleiben möchte. Eine Freundin berichtet von einem Freund in München, der dort ein Mietshaus besitzt. Er habe helfen wollen und sich daher entschlossen, eine Wohnung für eine Frau mit Kind aus der Ukraine zur Verfügung zu stellen. Wie überrascht sei der hilfsbereite Hausbesitzer gewesen, als plötzlich ein Mann neben der Ukrainerin bei der Wohnungsübergabe auftauchte, der ausschließlich eines verlangte, einen Tiefgaragenplatz für seinen teuren Wagen. Sicher handelt es sich dabei um Einzelbeispiele, aber sie sorgen für Unmut. Wie erklärt man einer Altenpflegerin die seit Jahren nach einer bezahlbaren Wohnung für sich und ihren pflegebedürftigen Mann sucht, dass sie sich auch jetzt immer wieder hinten anstellen muss - weil es bedürftigere Menschen gibt? Im Grunde kann man doch nur geben was man im Übermaß hat. In einer Notlage, und da befinden sich Kriegsflüchtlinge, sollte man aber ganz bestimmt nicht nur aus diesem Übermaß geben, sondern wirklich auch wenn es eigenen Verzicht bedeutet. Daraus ergibt sich aber genau jene Erwartungshaltung, dass der Notleidende sich auch mit bescheideneren (Hilfs)Mitteln zufrieden gibt. Verständnis für die ohne jede Prüfung aufgenommenen Menschen, die sofort Leistungen aus der Grundsicherung und aus dem Gesundheitssystem erhalten, hat doch vor allem jener Mensch, der selbst nicht an genau diesen Prüfungen scheitert- und im Zweifelsfall nichts oder nur sehr wenig erhält. Wie erklären wir einer ehemaligen „Putzfrau“ das sie aus ihrer kleinen und bescheidenen Wohnung ausziehen muss, weil sie die Quadratmeteranzahl um vier Quadratmeter übertrifft, wenn wir gleichzeitig 2.500 Euro Miete in Berlin am Kurfürstendamm für eine Wohnung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine bezahlen? Ich sage „wir“ weil dieses Geld von uns allen erwirtschaftet werden muss. Was sagen wir also dieser Reinigungskraft, die sich überhaupt kein Auto leisten kann, geschweige denn einen SUV für über 100.000 Euro, der gerade mit ukrainischem Kennzeichen vor ihrer Wohnung parkt? Hilfsbereitschaft zeichnet uns als Nation aus, darauf können wir wirklich stolz sein. Wir sollten also von Flüchtlingen keinesfalls Demut verlangen, aber wir können auch erwarten, dass sie sich mit dem zufrieden geben, was wir erübrigen können. Ich möchte mir übrigens auch meine Freundlichkeit gegenüber allen Menschen bewahren, ohne zu „fremdeln“ im eigenen Land. Das ist keine „rechts-links-Schublade“, sondern damit befinde ich mich ziemlich direkt bei der so oft zitierten Mitte. Maß und Mitte, das wollen die Leute wieder sehen.

Bitterkeit kommt allerdings auf, wenn man an die Menschen im Ahrtal denkt, deren Häuser noch immer unbewohnbar sind, weil die Hilfsgelder nicht bei ihnen ankommen. Der nächste Winter steht vor der Tür, auch für sie. Wer wird es warm haben? Die Ukrainer in den von uns finanzierten Wohnungen, das will ich wohl hoffen. Gleichfalls aber auch alle Menschen die hier leben und hier arbeiten, oder auch schon vor dem „Ukraine-Krieg“ hilfsbedürftig waren. Eine Mitarbeiterin eines Post-Dienstleisters verdient 1.100 Euro für ihren 40-Stunden-Job. Sie liegt damit ganz knapp über der Grundsicherung- und fällt bisher durch alle Raster der sogenannten Hilfsleistungen. Soll sie bei den „Ukrainern“ unterschlüpfen um sich ihre Füße zu wärmen? Wohl kaum!

Ja, wir helfen gerne- und das meine ich ohne jede Ironie. Ich frage mich aber, ob diejenigen die allzu schnell gelb-blaue Blumenbeete pflanzten auch ihrem Nachbarn Geld zustecken, wenn er demnächst die hohe Stromrechnung nicht mehr bezahlen kann. Bei all den Hilfspaketen der Regierung wird mir schwindelig, und ich habe das Gefühl, dass sie vor allem einer Gruppe gar nicht helfen. Den Menschen denen all die gestiegenen Kosten über den Kopf wachsen. Vergessen wir einmal nicht, das für jeden Cent den wir mehr bezahlen die Staatskasse einen Cent mehr verdient. Über eine Billion, das ist eine Eins mit 12 Nullen dahinter, werden in diesem Jahr die deutschen Steuereinnahmen betragen. Das Geld das wir einzahlen wird uns dann von huldvoll dreinblickenden „Politprofis“ als Hilfsleistung zu einem geringen Teil wieder zurückgegeben. Ich will viel lieber in einem Land leben, in dem man sich mit seiner eigenen Hände Arbeit ein auskömmliches Leben leisten können muss, und das als Solidargemeinschaft Menschen mitträgt, die das wirklich brauchen- ohne dabei mit dem Füllhorn Gelder auszuschütten, die wir gar nicht haben und die viele wirklich hilfsbedürftige Menschen überhaupt nicht erreichen. Ich brauche dabei keine, und verbitte mir diese, gesteuerten- und demnächst vermutlich auch an Bedingungen geknüpften- staatlichen Almosen. Unsere komplett abgehobene Regierung sollte auf den Boden der Tatsachen zurückkommen- und damit aufhören Deutschland kaputtzumachen- und im Eiltempo alles zu zerstören, was wir lieben und uns aufgebaut haben. Schluss mit dem Wirtschaftskrieg gegen die eigene Bevölkerung, die nicht einen Menschen in der Ukraine rettet. Und um eines hier ganz klar zu sagen: Ja, ich würde mich einen Winter im dicken Pullover in meine nur 18 Grad kalte Wohnung setzen, und auch nur einmal wöchentlich duschen, wenn das den Frieden brächte. Aber hier geht es nicht um einen heilsamen und freiwilligen Verzicht zugunsten etwas Gutem. Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sind Fehlanzeige. Geradezu einen Rausch kann man erleben an deutschem „Kriegs-Sprech“ der Waffenlobbyisten, die im Bundestag sitzen im Verbund mit „Annalena“, und uns ernsthaft folgendes weiß machen wollen „Frieden schaffen mit immer noch mehr Waffen“. Eine komplett entgleiste ideologisch gesteuerte Machtelite mit ihren Wahnvorstellungen bei ihrem Tun- und Treiben zu unterstützen, das will ich nicht! Schon bald wird eine der Berliner „Nullen“ rufen: „Wenn sie kein Brot haben sollen sie Brötchen essen“, vermutlich ist´s der „Wirtschafts-Zerstörungs-Minister“, der nicht pleite geht durch seine Unfähigkeit, so wie der Bäcker und alle anderen.

Der Bäcker soll seine Brötchen backen, und ich sie mir auch noch leisten können.
Das will ich!
Mir nicht länger von überspannten Kids, die sich auf Straßen festkleben, und nebenher auf ihren Smartphones auf Kosten von Strom und Wasser streamen, vorschreiben lassen welches Auto ich kaufen oder was ich essen darf.
Das will ich!
Endlich die Fakten anzuerkennen in Sachen „Corona“, das kann man verlangen, auch von der schwächsten Kerze auf dem Leuchter und dem ignorantesten Tatsachenverdreher.
Schluss mit den Lügen.
Das will ich!
Ohne Denkverbote das aussprechen dürfen was die allermeisten Menschen mittlerweile im stillen Kämmerlein denken.
Das will ich!
Mir nicht schon wieder von selbsterklärten Gutmenschen, die mir während „Corona“ vorschreiben wollten, welcher „Behandlung“ ich meinem Körper zu unterziehen habe, sagen zu lassen ich wäre wegen all dem was ich hier aufschreibe unsolidarisch.
Das will ich!

Ich will mein Weihnachten behalten und auch die Weihnachtsbeleuchtung, und ja, wenn ihr es genau wissen wollt, den „geilsten Indianer“ meiner Kindheit den will ich auch behalten. Winnetou.

Alles steht Kopf in diesem Land, scheint so als brauchen wir ein neues Schulsystem, in dem sich die Lehrer wirklich für die Kinder verantworten, ein neues Gesundheitssystem, in dem Ärzte ohne zu schaden helfen, ein neues Justizsystem, in dem die Grundrechte angewendet werden, ein neues Sozialsystem, das nicht unterscheidet nach Geburtsort und Gutdünken, aber Einhalt gebietet einer rücksichtslosen Ausplünderung. Ein neues Geldsystem, in dem der Eigentümer des Geldes auch die Kontrolle darüber behält, und ein Steuersystem, das die Hochfinanz am stärksten belastet. Last but not least neue Medien, die mehr sind als PR-Agenturen für die „Bosse“.

Mensch, merkt ihr eigentlich was los ist? Geht´s noch? Für all das werde ich im Herbst raus auf die Straße gehen, um friedlich zu protestieren, das ist einmal ein Anfang. Kommt mit! In Überlingen finden Aktionen statt, gleich jetzt am 2. und am 3. Oktober. Es gilt: Gesicht zeigen, statt bräsig im Sessel zu sitzen und darauf zu warten, dass es andere regeln. Dieses ist mein Grundrecht und ein elementares Werkzeug einer funktionierenden Demokratie, dass ich mir nicht bereits im Vorfeld von denen wegnehmen und kaputt reden lasse, die der Grund dafür sind, dass ich auf die Straße gehen muss. Das bin ich mir selbst schuldig!

Das Wichtigste dabei ist, bleibt friedlich und immer frohen Mutes!
Eure

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