"Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!"

von Stef Manzini (Kommentare: 1)

Meinung

Kannst du noch Urlaub oder sparst du schon? So lautete die Frage eines Freundes aus dem Rheinland vom vergangenen Wochenende. Und tatsächlich bringt das Thema „Urlaub“ auf den Punkt, wie es in den Geldbeuteln der arbeitenden Normalverdiener und Rentner in Deutschland aussieht. Der Sommer-Urlaub ist für viele Menschen die Belohnung für ihre Arbeit und genau diesen können sie sich jetzt nicht mehr oder gerade noch einmal leisten.

War die Bereitschaft zum Verzicht beim Ausbruch des Ukraine-Krieges für viele Bürger in Deutschland noch groß, so sinkt sie mit der Erkenntnis, dadurch nicht das gewünschte Ziel zu erreichen. Frieden. So langsam sickert ins Bewusstsein, dass ein „Gas-Embargo“ gegen Russland dem vermeintlichen Feind viel weniger schadet als den eigenen Bürgern im Land. Der Gaspreis geht durch die Decke, die enorm hohen Gewinne machen die Energie-Riesen. Russlands Präsident Putin beschuldigt in einer Video-Botschaft Deutschland selbst das Problem zu verursachen, in dem man einseitig Gas durch die Leitungen an die Ukraine und an Polen „zurück pumpt“. „Wir liefern die geforderten Mengen, ja sogar mehr, aber das Gas kann ja nur in eine Richtung strömen“, sagt er. Ob das stimmt? Möglich. Ein deutscher Großimporteur für Holz sagte, die Zeder aus Russland stünde ebenfalls auf der Sanktionsliste. Jetzt kauften die Amerikaner den Markt leer und er könne dann den 20-fachen Preis für das Holz bezahlen, das in Deutschland für Leichtbauweise wie beispielsweise bei Verschalungen verwendet würde. In ein paar Monaten wäre der deutsche Mittelstand kaputt, orakelte der Chef und weiter, „ich verstehe die Welt nicht mehr“.

Zu den hohen Preisen der „Sanktionsgüter“ und der „Energie“ kommen für den Verbraucher in Deutschland hohe Spritpreise und insgesamt gestiegene Lebenshaltungskosten gerade auch bei Lebensmitteln. Eine Übergewinnsteuer für diejenigen Unternehmen, die teilweise ohne eine Mehrleistung zu erbringen das zig-fache verdienen, um damit die Verbraucher zu entlasten, will Finanzminister Christian Lindner nicht erheben. Lindner, so im Sommerinterview der „Öffentlich-Rechtlichen“, möchte die Steuerpolitik dadurch verlässlich halten. Andere Länder in Europa wie beispielsweise Italien erheben diese Steuer von den „Krisengewinnlern“ und entlasten damit ihre Bürger. Christian Lindner und seine FDP verlieren sichtbar an Sympathie und landen im aktuellen Politbarometer bei nur noch rund sieben Prozent. „Gratismentalität“ nennt Lindner das Verlangen nach Gerechtigkeit, dass in der deutschen Bevölkerung wächst. Das macht ihn auch nicht gerade beliebter. Denn jeder nachdenkende Mensch weiß, wofür ich einen Euro mehr bezahle, daran verdient einer diesen Euro mehr. Das ist einfach und logisch.

Der Finanzexperte und Porsche-Fahrer Lindner hat aber auch mit seinem Ressort eine schlechte Wahl getroffen, so muss es ihm dämmern, im Nachhinein. Geschmeidig zeigt sich dagegen Robert Habeck, grüner Wirtschaftsminister, und „verschreibt“ seinen Wählern neue Duschköpfe. 19-Grad-Raumtemperatur-Forderungen und weitere absurde Maßregeln für das Wahlvolk geistern durchs politische Berlin. Wer von denen, die sie aussenden hat schon einmal einen Tag am Schreibtisch bei 19-Grad verbracht? Ich wage die steile These: Keiner!

Bald wäre der Sommer wieder vorbei und dann beginne der Almabtrieb. Dann kommen die Kühe wieder in den Stall nur, dass der jetzt kalt sein wird“, so ein junger Freund, 13 Jahre alt, zur kommenden „Corona-Saison“. Mit den Kühen meint er uns alle, die wir wieder weggesperrt werden könnten. Der Junge hat mehr Grips im Kopf als so manches alte Rindviech...

Wann also ist „Schluss mit lustig“, wie es im hiesigen Jargon heißt, wenn man genug hat, nicht mehr mitmachen will, sich regelrecht „verarscht“ vorkommt? Wann haben wir eigentlich genug davon, dass sich Politik in nahezu allen Bereichen in unsere ureigensten Entscheidungen einmischt, uns gängelt (Impfung, Masken, Duschköpfe, Raumtemperatur und so weiter) und uns zu einer unmündigen Schulklasse degradiert, die jetzt erstmal lernen muss wie Leben funktioniert?

Gehören Sie lieber Leser zu den Deutschen, die das Gefühl haben sehr wohl ein Umweltbewusstsein zu haben, sich aber einen neuen 600 PS-starken Elektro-SUV gerade nicht leisten können? Trennen Sie noch Ihren Müll und sind entsetzt zu hören, dass der „Gelbe-Sack“ dann auf den kilometerlangen Halden in Drittweltländern landet? Vernatzt, nennt man das. Haben Sie diesbezüglich genug von den Verhaltensmaßregelungen gewisser überspannter Teenies und Berufspolitiker?

Gehen Ihnen Nachrichten aus der Kriegs-Ukraine ans Herz und Sie würden immer einem Menschen in Not helfen, wenn Sie direkt konfrontiert sind? Haben Sie jedoch mittlerweile kein Verständnis für die immer weitergehende Kriegstreiberei, und sind Sie dafür, die Menschen vor unserer Nase im überschwemmten Ahrtal oder bei der Tafel vor Ort dürfen nicht hängen gelassen werden?

Wollen Sie das Energie-Riesen, Dax-Unternehmen und beispielsweise auch Impfstoffhersteller, die maßgeblich durch Krisen und Kriege profitieren und unglaubliche Gewinne einfahren zur Kasse gebeten werden und stattdessen die „Kleinen“ und der Mittelstand wirklich entlastet wird?

Sind Sie der Meinung dies alles und noch viel mehr wäre absolut möglich, wenn es den politischen Willen dazu gäbe? Welche Maßnahmen und Folgen sehen Sie ein und welche lehnen Sie ab? Schreiben Sie uns und sagen Sie uns Ihre Meinung zum neuen „Arm&Reich“, das unser Land gerade in ein anderes verwandelt, als ich es mir wünsche.

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Kommentare

Kommentar von Wolfgang Wittmann |

Hallo Stattzeitung, liebe Stef Manzini,
ich bin sehr wohl der Meinung, dass wenn die Politik wollte, so könnte sie auch.
Sie kann ja jetzt auch! Es ist nur eine andere Agenda. Gelenkt an den Fäden der Hochfinanz und den mitverflochtenen Konzernen. Die Vernetzung der Zerstörer unserer irrtümlich geglaubten freien Welt, ist schon seit Jahrzehnten in der Entwicklung. Diese Individuen, Menschen kann ich die nicht nennen, verfolgen einen Plan, der die Vernichtung eines Großteils der Menschheit zum Ziel hat. Deswegen kann ich auch keine dieser Maßnahmen befürworten!
Allein der Mut der Maßnahmen-Gegner und die wichtige Aufklärung der alternativen Medien lassen hoffen, dass die mafiösen Machenschaften der Strippenzieher keinen finalen Erfolg haben werden.
Ihnen weiterhin viel Courage die Dinge beim Namen zu nennen.
Ihr interessierter Leser,
Wolfgang Wittmann

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