Etwas zu tun ist besser als Ohnmacht

von Redaktionsteam (Kommentare: 2)

Diana Benisch und Stef Manzini

Bild: Stef Manzini
  • Privatpersonen gegen „Pandemie-Maßnahmen“
  • Belächelt oder als „rechts“ beschimpft
  • Ferdinand „Ferdi“ Lohr aus Frickingen ist aktiv
  • Schreiben gegen den „Impfzwang“

Frieren für die Freiheit. Tauben bauen. Demo organisieren. Gesicht zeigen. Sich trauen zu sprechen. Songs schreiben. Briefe schreiben. Zeitung machen. Die Liste ist lang, viele Menschen haben in unzähligen Privatinitiativen dabei geholfen, die „allgemeine Impfpflicht“ zu verhindern. Meist geschah das alles im Stillen, stattzeitung.org hat sich einen der heimlichen Aktivisten herausgegriffen und bringt ihn nun in die Öffentlichkeit. Natürlich geschieht das mit seinem Wissen und nach seinem Wunsch.

Ferdinand Lohr aus Frickingen schreibt gegen „falsche Maßnahmen, falsche Impfungen und falsche Pandemien“ Briefe an Politiker und Medien. Haben auch Sie im Verborgenen gewirkt und möchten Sie damit anderen Mut machen aktiv zu werden, weil es ein gutes Gefühl ist, etwas zu tun? Wurden Sie dafür diffamiert? Was haben Sie für Erfahrungen gemacht? Schicken Sie uns einen kurzen Kommentar unter Angabe Ihres Vor- und Zunamens. Wir möchten ein buntes Bild zeigen, denn viele Wenige ergeben ein Viel.

Besonders erschütternd ist für Ferdinand Lohr, allerdings dass er aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten von so manchem Zeitgenossen in die ”rechte Ecke gestellt wird”. Ferdinand Lohr: ”Mein Vater saß während der Nazizeit im Gefängnis. Ich habe daher zum Glück eine Erziehung genossen, welche jeden Totalitarismus sowohl von rechts als auch von links ausschloss“.

Leider haben nicht wenige Menschen aufgrund ihrer Aktivitäten Erfahrungen wie „Ferdi“ Lohr gemacht. Belächelt und für dumm erklärt, ausgegrenzt wegen angeblicher sozialer Inkompetenz- und sogar als „rechts“ beschimpft in einer nie dagewesenen Massivität. Tröstlich ist wohl der Umstand das die meisten Menschen die einen anderen als „rechts“ bezeichnen in Erklärungsnot geraten, danach befragt was das denn genau sein soll. Verletzend ist es dennoch, aber Ferdinand Lohr machte einfach weiter mit seinen Briefaktionen.

Ferdinand Lohr hat seit September 2021 bei mehreren Zeitungen und Magazinen versucht Leserbriefe zu platzieren, in denen er unter anderem die Qualitätssicherung, die Produktsicherheit und die nicht vorhandene sterile Immunität der Impfung angesprochen hat. Früh stand für ihn fest, dass ”Freiheitseinschränkungen, bis die erlösende Impfung da ist” einen Irrweg darstellt, dass die ”Bevölkerung in Angst und Schrecken” mit Hilfe der Leitmedien versetzt werden soll und dass bereits ab Mai 2020 Wissenschaftler und Ärzte, teilweise mit weltweiter Reputation, vom wissenschaftlichen Diskurs ausgeschlossen wurden. Für ihn ging es um nichts weniger als die Gesundheit und das Leben, diese sah und sieht er durch die Maßnahmen und die Impfung bedroht. Etwas zu tun, aktiv zu sein ist für "Ferdi" Lohr das beste Heilmittel gegen Ohnmachtsgefühle. Da er als „aktiver Rentner“ Zeit hat, nutzt er sie zum Widerstand.

Immer wieder hat Ferdinand Lohr auch die Chefredaktion einer großen Lokalzeitung am Bodensee angeschrieben. Nach drei Monaten haben ihm die angesprochenen Redakteure geantwortet, es fand sogar eine Videokonferenz statt, mit dem Ergebnis, dass an der von der Politik postulierten Auffassung, die Impfung sei der alleinige Ausweg aus der Pandemie, festgehalten wurde. Ende Januar schrieb Ferdinand Lohr dann in Zusammenarbeit mit Ruth Meishammer und Stef Manzini einen Appell an alle großen Zeitungen sowie Radio- und TV-Sender und sandte eine Kopie des Briefes an verschiedene Politiker. Inhalt des Briefes war die eindringliche Bitte an die Medienvertreter, sich ihrer zentralen Aufgabe in einer Demokratie anzunehmen, nämlich der Kontrolle und Kritik staatlichen Handelns.

Wo war der Aufschrei der Medien, als zum Beispiel Ulrich Montgomery, Chef des Weltärzteverbandes, von der ”Tyrannei der Ungeimpften” sprach? Wo ist der Nachweis des Erfolges bereits getroffener Maßnahmen? Weshalb werden Kinder und Jugendliche zur Impfung gedrängt, obwohl sie so gut wie nicht von dem Virus betroffen sind? Gegen welche Virusvariante will man impfen? Wie lässt sich eine Impfpflicht gegen eine unbekannte Virusvariante begründen? Alle diese Fragen sollten und müssten Medienvertreter stellen, meint Ferdinand Lohr. Die Antwort der Medien war dünn, es kam lediglich eine Eingangsbestätigung und die Information, dass die Mail an die zuständigen Abteilungen beziehungsweise Redakteure weitergeleitet worden sei.

Auch von s!!z-Autorin Diana Benisch wurden im Zuge der andauernden Debatte über eine mögliche allgemeine Impfpflicht oder auch Impfpflicht von altersbezogenen Risikogruppen, über 30 Abgeordnete der FDP, der CDU und der Grünen, hauptsächlich aus Baden-Württemberg, aber auch aus anderen Bundesländern, angeschrieben. Sie erhielt daraufhin nur fünf Antworten, die allesamt von Politikern der FDP waren. Dies war neben den Demonstrationen und Spaziergängen ein weiteres Mittel für Benisch, um sich vielleicht Gehör zu verschaffen und eine freie Impfentscheidung und Eigenverantwortung für die Gesundheit zu fordern.

Erfreut war Diana Benisch darüber, dass zum Beispiel Martin Gassner-Herz (FDP) aus Tuttlingen eine sehr ausführliche Stellungnahme abgab, in der es unter anderem heißt, dass er zwar einer allgemeinen Impfpflicht eher ablehnend gegenüberstehe, aber: ”Dennoch bin ich von der Impfung überzeugt und erwarte von Menschen, die sich nicht impfen lassen möchten, die Verantwortung für ihre Entscheidung konsequent zu tragen und ihre Kontakte auch aus freien Stücken auf ein absolutes Mindestmaß zu beschränken und sich engmaschig zu testen. Wer keine staatliche Bevormundung will, darf auch nicht trotzig seinen Eigennutz ohne Einschränkungen auf Kosten anderer genießen wollen. Eine 2G-Regelung halte ich jedoch in besonders schützenswerten Einrichtungen wie Pflege- und Altenheimen, in denen besonders Verletzliche leben, für notwendig. Dort können nur Menschen Zutritt haben, deren Risiko infektiös zu sein, deutlich gesenkt ist. Natürlich gilt das auch für diejenigen, die dort arbeiten (...)”, so Martin Gassner.

Judith Skudelny (FDP) aus Leinfelden-Echterdingen steht im Augenblick einer Impfpflicht eher skeptisch gegenüber und gab zu bedenken: ”Eine allgemeine Impfpflicht halte ich aber nicht nur aufgrund der Schwere des Eingriffs in die körperliche Selbstbestimmung für hochproblematisch, sie wäre auch praktisch kaum durchsetzbar – wer soll denn die ganzen Bußgeldbescheide ausstellen und vollstrecken?! Da es in Deutschland - anders als in Österreich - kein Impfregister gibt, wird die Kontrolle einer Impfpflicht schwer (…). Bis zur endgültigen Abstimmung im Bundestag werde ich alle Anträge genau prüfen (…). Stand heute kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass mich die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht überzeugen wird - die bisherigen Argumente zumindest tun dies nicht.”

Ferdinand Lohr erhielt unter anderem von Franziska Brandmann, Bundesvorsitzende der Jungliberalen, die Antwort, dass sie nicht für die Impfpflicht sei, die Impfung aber für den einzigen Ausweg halte. Ähnlich äußerten sich Herr Mayer-Lay (CDU), der versprochen hatte, Ferdinand Lohr zu einer Bürgerfragestunde einzuladen, was bisher aber ausblieb, und Herr Martin Hahn (Grüne), der zu einem persönlichen Gespräch eingeladen hatte, das dann aber leider ausfallen musste. Allen Antworten, unabhängig ob nun eine Impfpflicht befürwortet wurde oder nicht, ist gemein, dass die Impfung als alleiniger Ausweg angesehen wird, andere Alternativen scheinen nicht in Betracht gezogen zu werden, und wenig hoffnungsfroh machen die Aussagen, dass es sich um Momentaufnahmen handele, die je nach pandemischer Lage auch zu einem anderen Abstimmungsverhalten und damit zu anderen Ergebnissen führen könnten.

Eine allgemeine Impfpflicht ist ja inzwischen vom Tisch, anders sieht es in der „Pflege“ aus, da lohnt sich´s weiterzumachen. Es wäre falsch anzunehmen, dass die unzähligen Initiativen von denen hier nur zwei erzählt wurden keinerlei Wirkung entfalten würden. Wenn man von der Wichtigkeit seiner Aktivität überzeugt ist, ist es immer richtig weiterzumachen. Trotz aller Schwierigkeiten und Ausgrenzungen. Die „Rechts-Klatsche“ tut allerdings weh und ist absolut inakzeptabel. Wer andere Menschen schnell und fälschlicherweise als „rechts“ beschimpft wird der Gefahr durch echten „Rechtsextremismus“ in unserer Gesellschaft nicht gerecht, und handelt dumm und verantwortungslos.

Ferdinand „Ferdi“ Lohr wohnt in Frickingen und ist, wie er selbst sagt, seit sechs Jahren aktiver Rentner. Er ist von Beruf Diplom-Ingenieur für Telekommunikationstechnik und hat 25 Jahre für einen nordamerikanischen Telekommunikationskonzern gearbeitet und durfte in diesem Zusammenhang mit vielen Menschen unterschiedlichster Kulturen zusammenarbeiten.



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Kommentare

Kommentar von Elisabeth Schier-Braun |

„Die Rechts-Klatsche“ ist der zeitgemäße Ritterschlag. Abhängig Beschäftigte aus der aussterbenden Zunft der Zeitungsschreiberlinge markieren mit dem Wort „rechts“ die Menschen, die kennenzulernen sich mir zu lohnen scheint, was die Zeilenfüller ja implizit auch empfehlen. Schließlich meinen sie immer das glatte Gegenteil von dem, was der obrigkeitshörige Untertan aus ihren Zeilen herausliest. Wohl dem, der zwischen den Zeilen zu lesen gelernt hat. Der hat sein pures Vergnügen beim Entziffern der Tageshetze.

Kommentar von Michael Bartoschek |

Ich persönlich habe keine Wut auf die GEZ Lügenanstalt und Machtgierige Politiker. Nein , es sind die Menschen in meiner Umgebung, die ein Verbrechen zulassen und diejenigen zerstören, die auch noch für einen Kämpfen aus Angst sich dem Vorwurf zu stellen, warum man selber nichts macht.

Manche Länder mögen die Gleichschaltung und haben eine vorgefertigte Geschichte.

Es ist nur noch beschämend und schockierend, wie in einem Land wie Deutschland, was seinen Schuldkult so hoch lebt, in einem Wimpernschlag wieder sein neues Hakenkreuz (Maske) entdeckt hat.

Auf einmal ist der politische Gegner ein unreiner Gesellschaftszerstörer, den es gilt auszuhungern und die medizinische Behandlung zu verweigern.

Aber jegliche Vergleiche zu damals sind natürlich nicht angemessen und was angemessen ist bestimmt die neue gleichgeschaltete Gesellschaft, von denen uns das Grundgesetz eigentlich schützen wollte.

Ein Grundgesetz, was erst seine Bedeutung hat wenn Menschen, wie HERR LOHR dafür kämpfen und feststellen, von wie vielen Faschisten sie doch umgeben sind.

Ich sehne mich danach eine Streitdebatte zu führen mit Maßnahmenbefürwortern oder Personen die glauben mit schweren Waffen wird ein Frieden geschaffen. Stattdessen hat Deutschland wieder seinen Todfeind "der ungeimpfte Russe". Kauft nicht bei Russen, Ungeimpfte sind Ungeziefer etc. Alltagswörter bis hin zu den Medienanstalten.

Es ist eine Sache wenn der politische Gegner einen fertig machen will, doch eine andere jm. plump mit Naziverbrechern zu vergleichen und weiterhin die Debatte zu verweigern.

Faschismus wird immer von der Mitte der Gesellschaft getragen, sonst wäre er auch nicht durchsetzbar als Gleichschaltung einer kompletten Gesellschaft.

Die ORWELLSCHE Verdrehung in Perfektion

Herr Lohr ist für mich ein Held, leider wird nie eine Straße nach ihm benannt.
Und den Friedensnobelpreis bekommen wie immer nur Politiker, die mit Drohnen ihren Wirtschaftsraum sichern und Dörfer massakrieren

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