Montagsspaziergänge gehen weiter

von Stef Manzini (Kommentare: 1)

  • Nächste Montags-Demo am 2. Mai.
  • Kein Grund, nicht mehr auf die Straße zu gehen.
  • Forderungen bleiben bestehen.
  • Pfleger Felix Zimmer übernimmt für Mai 2022.

Warum die „Überlinger Montagsspaziergänger“ weiterlaufen? Ganz einfach, weil ihre Forderungen noch nicht erfüllt sind. Im Dezember vor einem Jahr gingen sie wortwörtlich los. Die Montags-Demos und ihre Teilnehmer. Sie spazieren durch Großstädte, Kleinstädte und Dörfer, um friedlich gegen die „Corona-Impfpflicht“ und die „Pandemie-Maßnahmen“ zu demonstrieren. Im Januar 2022 zählte transparenztest.de deutschlandweit knapp 2.000 angekündigte Montagsspaziergänge alleine für einen Tag. In Überlingen meldete der Demokratische Widerstand (DW) seit Dezember vergangenen Jahres insgesamt 19 Mal den Montagsspaziergang als Demonstration an, rund 6.000 Menschen folgten bisher dem Aufruf zum Widerstand.

Zurückgehend auf die alte „Ost-Tradition“, diesen bedeutenden Teil der friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR, beginnend im Herbst 1989 in Leipzig, wählten die sogenannten „Querdenker“ ganz bewusst diese Form des Protests. Friedlich blieb es allerdings nicht überall, denn es kam während der Montagsspaziergänge vor allem im Osten des Landes auch zu Zusammenstößen mit der teilweise berittenen Polizei. Im hiesigen Raum und in Überlingen gab es allerdings zu keiner Zeit Probleme zu vermelden.

Warum also gehen die Proteste weiter, obwohl sich Deutschland nicht mehr im „Lockdown“ befindet und sich das „Pandemie-Geschehen“ zurückbildet? Die Montagsspaziergänge sind unter anderem Ausdruck des friedlichen Protests gegen die bestehende „Impfpflicht in der Pflege“, die Teilnehmer wenden sich ebenfalls strikt gegen eine Wiederaufnahme der im Bundestag gescheiterten „allgemeinen Impfpflicht“ und fordern eine rückhaltlose Aufklärung der Impfschäden und Impftoten als Folge der Covid-19-Impfung mit den MRNA-Impfstoffen. Diese werden auch in den öffentlich-rechtlichen Medien immer bekannter.  Aktienstürze der „Pfizer-Aktie“ und die bisher nicht erreichte Langzeit-Zulassung des Impfstoffes sprechen eine deutliche Sprache. Falsche Informationen über die Belegung von Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern kommen ans Tageslicht. Hier wurde offenbar nicht zum Wohle der Patienten, sondern vielmehr zum Wohle des eigenen finanziellen Profits gehandelt. Wie jetzt mehrfach offiziell bestätigt, bestand eine Notlage bezüglich der Intensivbetten zu keiner Zeit während der vergangenen zwei Jahre, das müssen die Verantwortlichen jetzt eingestehen.

Die Folgen der staatlichen Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung sind noch lange nicht „vom Tisch“, man denke vor allem an Schulkinder, Studenten und Senioren – deren Lebensqualität stark eingeschränkt oder ihnen sogar genommen wurde. Die Maßnahmen während der sogenannten „Corona-Pandemie“ seien zum größten Teil unverhältnismäßig, falsch und gefährlich gewesen, beklagen Experten wie der fünffache Facharzt und Pneumologe Dr. Wolfgang Wodarg und viele weitere, deren Meinungen und Warnungen von den Verantwortlichen der Politik und den Medienmachern nicht gehört wurden. Die wirtschaftlichen Folgen der „Lockdowns“ haben viele Unternehmen, freischaffende Künstler, Freiberufler und besonders Teile der Gastronomie an den Rand des Ruins gebracht. Jetzt werden viele Mitarbeiter aller Care-Berufe mit Bußgeld und Berufsverbot für ihre aufopfernde Tätigkeit auch und gerade während der Pandemie bestraft. Für die zu pflegenden Menschen verschlechtert sich dadurch die Situation. Wohngruppen in Einrichtungen für Menschen mit Handicap müssen, wie beispielsweise in Lautenbach in Herdwangen-Schönach, aufgrund der „einrichtungsbezogenen Impfpflicht“ aufgelöst werden.

Die Montagsdemonstranten fordern zudem eine lückenlose Aufklärung des gesamten Pandemie-Geschehens durch die Gerichte, und dass die handelnden Akteure zur Verantwortung gezogen werden.

In Überlingen haben sich Marita Lauser und Gregor Baiker (DW) für ein Konzept mit Reden auf der Hofstatt, einem Rundgang durch die Altstadt und anschließend einem offenen Mikrofon entschieden. Der „Überlinger Spaziergang“ weicht damit vom reinen Spazierengehen durch die Gemeinden ab. Dies ist möglich, weil für Überlingen jeweils eine Demonstration angemeldet wurde, die sich strikt an die Vorgaben der Behörden wie zum Beispiel das „Maskengebot“ hielt. Das gefällt nicht jedem, aber es ist den Veranstaltern wichtig, hier die Rechtsstaatlichkeit einzuhalten. Die Teilnehmer der Überlinger Demo schätzen genau dieses Konzept. Es sei eine Gelegenheit, inmitten Gleichgesinnter Kraft zu tanken, außerdem seien die Redebeiträge oft sehr informativ und interessant, so eine Teilnehmerin.

Marita Lauser und Gregor Baiker aus Taisersdorf ziehen folgendes Resümee zum „Montags-Spaziergang“ in Überlingen: „Wir konnten unseren Teil dazu beitragen, eine längst überfällige Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Corona-Maßnahmen und der Corona-Impfung anzustoßen. Wir sind stolz auf die gewachsene Gemeinschaft der Montagsspaziergänger und die vielen engagierten Mitstreiter“.

Im April 2022 hatten Judith und Franco Sinistra die Organisation und Leitung der „Spaziergänge“ übernommen, ab Mai wird dies der Altenpfleger Felix Zimmer übernehmen. Das bisherige Konzept, um 18 Uhr Begrüßung, dann das Lied „Die Welle der Freiheit“ von Catriona Blanke aus Ravensburg, danach Redebeiträge, Spaziergang, offenes Mikro und Abschlusslied wird beibehalten. Herausragende Redner bei der Überlinger „Montags-Demo“ waren die Mediziner Dr. Wolfgang Brenner und Dr. Johannes Ebbers sowie Jessica von Frieden für die Bewegung „Studenten stehen auf“, Stef Manzini von der neuen stattzeitung.org und der Überlinger Gemeinderat Roland Biniossek. Der fraktionslose Rat Biniossek, der auf Kreisebene für die Partei „Die Basis“ politisch agiert, war der einzige politische Vertreter aus der Überlinger Verwaltung und dem Gemeinderat. Lesen Sie hierzu gerne auch die Berichte Widerstand ungebrochen und Nur einer kam zum Gespräch der stattzeitung.

Das Ziel der Veranstalter war es, eine Diskussionsplattform zwischen Bürgern und den Verantwortlichen der Kommunalverwaltung zu schaffen. Um in einen Dialog zu kommen, wurde auch ein mit über 300 Unterschriften versehener offener Brief an Oberbürgermeister (OB) Zeitler im Rathaus abgegeben, mit der Aufforderung zu einem Gespräch mit den Demonstranten. Der Überlinger OB erteilte wie auch alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen diesem Wunsch eine Absage. Die stattzeitung berichtete in BÜB+ Stadträte antworten voll geimpft und geboostert.

Eine Verquickung mit dem aktuell brisanten Thema des „Ukraine-Kriegs“ wird es auch in Zukunft bei dem „Überlinger Montagsspaziergang“ nicht geben. Allerdings steht der Begriff „Frieden“ in ihrem Motto „Gemeinsam für Frieden, Freiheit und die Wiederherstellung der Grundrechte“ für die Veranstalter in unmittelbarem Bezug zum Kriegsgeschehen in der Ukraine und zu der Forderung eines sofortigen Waffenstillstands.

Die Organisatoren rund um Gregor Baiker und Marita Lauser überlegen, wie die zuletzt gesunkene Teilnehmerzahl wieder erhöht werden könnte. Hierzu müssen auch immer die aktuelle politische Lage des Landes und die Bedürfnisse der Teilnehmer berücksichtigt werden.

„Montags-Spaziergang“
Überlingen, Hofstatt
Jeden Montag ab 18 Uhr

Gesucht werden themenbezogene Redebeiträge, gerne auch von „Mittelständlern“, die ihre Problematik schildern, und Menschen, die die Organisation unterstützen möchten.

Kontaktaufnahme via Telegram an: @maritalauser oder @gregorbaiker oder per Email: info@demokratischer-widerstand-ueberlingen.de



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Kommentare

Kommentar von Günther Horvat |

...weiter so , wir unterstützen Euch gerne ;-))
Herzliche Grüße aus dem Bodenseekreis

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