Widerstand ungebrochen

von Stef Manzini (Kommentare: 0)

Montag für Montag treffen sich auf der Überlinger Hofstatt die Demonstranten, um für die vollständige Wiederherstellung aller Grundrechte einzutreten. Diese sehen sie gerade durch die „Corona-Politik“ der letzten zwei Jahre massiv gefährdet. Mal sind es über 800, mal 250 Teilnehmer. Es komme nicht darauf an, auch wenn man nur noch ein kleines Häuflein sei - es wirke, sagte dazu am vergangenen Montag ein Mann am offenen Mikro.

Marita Lauser und Gregor Baiker aus Taisersdorf, die seit dem 2. Mai 2020 als „Demokratischer Widerstand“ (DW) Überlingen ununterbrochen die zahlreichen Kundgebungen und angemeldeten „Montagsspaziergänge“ organisierten, übergaben den Stab am 28. März an Judith und Franco Sinistra. Das Ehepaar aus Überlingen möchte Lauser und Baiker einmal für vier Wochen eine Verschnaufpause verschaffen. Mit „Standing Ovations“ für insgesamt 15 „Montags-Spaziergänge“ wurden am vorvergangenen Montag die „Alten“ für diese Zeit verabschiedet und das Engagement der „Neuen“ herzlich begrüßt.

Die Forderungen des DW Überlingen sind aktuell, wie beispielsweise die Haftung der Impfhersteller für Impfschäden oder die Aufklärung der Bevölkerung über die Wirkmechanismen der für die Corona-Impfung favorisierten gentechnischen Impfstoffe und deren Risiken. Zusammen mit vielen weiteren Punkten nachzulesen auf: www.demokratischer-widerstand-ueberlingen.de

Bestärkender und empathischer Zusammenhalt unter Gleichgesinnten, die sich auf andere Weise vielleicht nie kennengelernt hätten, bezeichneten Lauser und Baiker als ihre wichtigste Erfahrung auf den Demos. Ob sie nach den vier Wochen weitermachen darauf wollten sich Marita Lauser und Gregor Baiker zum jetzigen Zeitraum noch nicht festlegen, und sagten dazu: „Wir werden Ende April 2022 sehen, in welcher Art und Weise weitere Aktivitäten sinnvoll und gefragt erscheinen. Das können wir selbst auch nicht so genau voraussehen.“

Gefragt nach ihrem wichtigsten Ziel, und wo sie gerade stehen resümierten Lauser und Baiker: „Mit einer ausreichend großen Menschenmenge wollten wir Druck auf die Stadt ausüben, so dass diese sich den Menschen stellen muss. Wir wollten den Dialog zwischen besorgten Bürgern und dem Gemeinderat wiederherstellen und so Gehör für Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort finden, wie im Offenen Brief am 8. Februar 2022 beschrieben. Außerdem war es uns wichtig, allen Menschen ein niederschwellig erreichbares Angebot zur Vernetzung mit Gleichgesinnten zu bieten. Bei allen Aktivitäten unserer Bewegung achten wir immer auf einen fairen und verlässlichen Umgang mit Stadt und Polizei auf Augenhöhe.“ Die stattzeitung.org berichtete über den offenen Brief (BÜB+ Stadträte antworten voll geimpft und geboostert)

Ganz vorne an steht die gemeinsame Forderung aller Teilnehmer des „Widerstands“ gegen sowohl eine „einrichtungsbezogene Impfpflicht für die Pflege“, als auch eine „allgemeine Impfpflicht“ gegen das Corona-Virus in Deutschland. Da diese Impfung keinen wirksamen Eigenschutz gegen eine Erkrankung liefert und keinen ausreichenden Immunschutz gegenüber anderen darstellt, wie mittlerweile wissenschaftlich belegt, ist diese Forderung immer noch Hauptbestandteil der Demonstrationen.

Die ersten Briefe des Gesundheitsamts in Friedrichshafen an die „ungeimpften Pflegekräfte“ sind mit erstaunlicher Schnelligkeit eingetroffen. Darin enthalten Strafandrohungen von bis zu 2.500 Euro. Auf diese „Bedrohung“ seines Berufes, seiner Berufung, seines Arbeitsplatzes - und letztlich dadurch der ihm anvertrauten pflegebedürftigen Menschen - ging Felix Zimmer auch am 4. April 2022 wieder explizit ein. Ein längerer Bericht über die Situation des Überlinger Altenpflegers aus dem St. Ulrich folgt in Kürze in der stattzeitung.org.

Judith Sinistra, vom neuen Orga-Team der „Montags-Demo“ folgte in ihrem Redebeitrag den offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, Stand 31. März 2022. Laut diesem offiziellen Zahlenmaterial (Quelle: statista), über an und mit Covid Verstorbene im Jahr 2020, also vor der „Corona-Impfung“, verglich sie die sogenannte Übersterblichkeit der „Corona-Toten“ im Jahr 2020 mit den an anderen Ursachen verstorbenen Menschen.
Von 985.572 Sterbefällen sind 38.510 Menschen mit nachgewiesenem Covid-Virus verstorben, so die Statistik. Die Zahl der beispielsweise an Kreislauferkrankungen Verstorbenen liegt bei 338.001 und ist somit 8,7 Mal höher. Bösartige Neubildungen, also Tumorerkrankungen, übertreffen die Covid-Todeszahlen um das 6,2 fache. Judith Sinistra, die ausdrücklich betonte, wie sehr sie als Christin jede Tote und jeden Toten für die persönlich Betroffenen bedaure, stellte daher eine Übersterblichkeit beim Vergleich der Statistik nicht fest.

Einen sehr eindringlichen Redebeitrag lieferte auch Jessica von Frieden, sie ist Studentin in Konstanz und Mitglied bei „Studenten stehen auf“. Sie warb für einen humaneren Umgang mit Verstorbenen, die Corona-positiv sind - wenn auch an anderen Ursachen verstorben. Bei allem verständlichen Schutz für beispielsweise Bestattungsunternehmen mit infektiösen Verstorbenen wie beispielsweise HIV- oder Lepra-Erkrankten - und diese stehen auf gleicher Stufe wie „Corona-positiv getestete Verstorbene“ - müsse es doch für die Angehörigen ermöglicht werden, in angemessener Weise zu trauern. Diesem großen und wichtigen Aspekt der Trauerarbeit und dem Umgang mit „an oder mit Corona-Virus verstorbenen Menschen“ widmet stattzeitung.org einen Extra-Beitrag in Kürze.

Eine kraftvolle und harmonische Stimmung herrschte zum Auftakt der Ära „Sinistra“ auf der Überlinger Hofstatt, bevor die rund 200 Demonstranten singend und im Takt ihrer Trommler durch die Überlinger Altstadt den traditionellen „Montagsspaziergang“ antraten. Die Themen stehen immer noch, allen voran die „Impfpflicht“. Der Widerstand ist ungebrochen, sichtbar Montag für Montag auf der Überlinger Hofstatt oder am 24. April 2022 ab 14 Uhr wieder bei einer „Groß-Demo“ in Stockach.



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