Krieg hinterlässt öde Länder

von Stef Manzini (Kommentare: 0)

Bild: Stef Manzini
  • Mann aus Georgien sprach über den Ukraine-Krieg
  • Die Basis lud ein zum Meinungsaustausch
  • Über 100 Mitglieder und Interessenten nahmen teil

Georgien. Dieses Land sei einst ein blühendes Agrarland gewesen, dann kam der Krieg. Russland fiel infolgedessen als Hauptabnehmer der landwirtschaftlichen Erzeugnisse des Landes in Südwestasien weg. Aus dem Westen kamen die prophezeiten Touristenmassen im Land am Kaukasus nie an.

So beschrieb der Georgier „Boris“ am vergangenen Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der Basisdemokratischen Partei Deutschlands, die Basis, rückblickend die Ereignisse in seinem Heimatland und zog gewisse Parallelen zum Krieg in der Ukraine. „Boris“ lebt seit 15 Jahren in Heiligenberg. Seiner Schilderung des sogenannten Kaukasuskriegs, in dem 2008 der seit den 1990er Jahren schwelende Konflikt zwischen Russland und Georgien um die georgische Provinz Südossetien eskalierte, folgten über 100 Zuhörer im Saal, in dem man eine Stecknadel hätte fallen hören können.

„Boris“ sprach von einer langen Freundschaft zwischen den Ländern Georgien und Russland, die wie jede Freundschaft Höhen und Tiefen gehabt hätte. Als Vorbote des Krieges sei damals zunächst die westliche Propaganda gekommen, da seien es dann die bösen Russen gewesen, erinnerte „Boris“. Er habe sich damals gefragt wo denn das ganze Geld für diese Propaganda hergekommen wäre Die Jugend in seinem Heimatland Georgien habe sich daraufhin stark zum Westen hingezogen gefühlt.

Zu dem aktuellen Krieg in der Ukraine sagte „Boris“, auch zwischen der Ukraine und Russland bestünde eine jahrhundertelange Freundschaft, Nachbarschaft, und man spreche die gleiche Sprache. 2018 sei die Parteigründung der „Sluha Narodo“, auf Deutsch „Diener des Volkes“, erfolgt. Nach Einschätzung des Mannes aus Georgien wäre diese Partei sehr nationalistisch geprägt. Es ist die Partei des amtierenden 6. Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj. Nun gebe es durch den Angriff Russlands große Feindschaft zwischen der Ukraine und seinem großen Nachbarn, diese Feindschaft würde durch die Medienberichterstattung eher noch verstärkt, so der Eindruck des Georgiers.

Der Kaukasuskrieg zwischen Georgien und Russland dauerte 2008 fünf Tage und wurde ausgelöst von georgischen Truppen, die in die Hauptstadt Südossetiens einmarschierten. Die Regierung in Tiflis wollte mit dieser Intervention die Kontrolle über die Provinz zurückgewinnen, die nach Eigenstaatlichkeit strebte. Russland begründete daraufhin seine militärische Reaktion mit einem zwei Jahre zuvor geschlossenen Friedensabkommen. Der militärische Konflikt griff auch auf die Nachbarprovinz Abchasien über. Am 12. August 2008 endete der russisch-georgische Krieg mit einem Waffenstillstand. 130.000 Menschen waren damals nach Angabe des UN-Flüchtlingshilfswerks auf der Flucht. Über 800 Menschen überlebten den Krieg nicht.

Die Europäische Union unterstützt die territoriale Integrität Georgiens, das seit Jahren eine Mitgliedschaft in der NATO und der EU anstrebt. Russland ist nicht bereit die Anerkennung Abchasiens und Südossetiens aufzugeben. Seit 2008 laufen in Genf Gespräche zur Konfliktlösung, die sogenannten „Genfer Gespräche“. (Quelle: bpb)

Nach dem Niedergang der georgischen Wirtschaft aufgrund des Kaukasuskriegs - sie basiert hauptsächlich auf dem Tourismus am Schwarzen Meer und dem Anbau von Agrarprodukten wie Weintrauben und Zitrusfrüchten - beträgt das Bruttoinlandsprodukt aktuell 16,53 Milliarden Dollar. Seit dem Ende der Sowjetunion ist das Pro-Kopf-Einkommen der Georgier auf das Niveau eines Entwicklungslandes gesunken.

Nachdenklich zeigten sich die Mitglieder von „die Basis“ und ihren Gästen von den Schilderungen und Vergleichen des Georgiers.

Zuvor hatte Maya Solomon, eine Überlinger Lehrerin, über ihre „Post-Aktion“ berichtet. Maya Solomon verschickte in Eigeninitiative 275 Briefe mit dem MWGFD-Corona-Ausstiegskonzept der Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie an die Leitung der Schulen im gesamten hiesigen Raum. Sie forderte die Anwesenden auf, sich an ihrer Aktion zu beteiligen. „Es soll nachher keiner sagen können, er habe nichts davon gewusst“, so Solomon. Das „MWGFD-Konzept“ ist Anfang Februar per Email an alle Verantwortungsträger in allen deutschsprachigen Ländern verschickt worden. Die stattzeitung berichtete bereits in Wissenschaftler warnen, niemand hört zu. darüber.

Die Basisdemokratische Partei Deutschlands wurde 2020 gegründet und hat inzwischen nach eigenen Angaben rund 34.000 Mitglieder. Im Kreisverband Bodensee sind 300, im Ortsverband Überlingen über 200 Mitglieder engagiert. „Die Basis“ setzt sich unter anderem ein gegen eine Impfpflicht in Deutschland, und steht für Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz. Laut ihrem Vorstandsmitglied, Johanna Findeisen, finden auch künftig regelmäßige Treffen zum Meinungsaustausch statt.



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