Demorede zur Pressefreiheit in Überlingen

von Stef Manzini (Kommentare: 3)

Ich möchte heute hier über etwas reden, über das wir noch nicht gesprochen haben, über die drei Affen, ihr kennt sie...nichts hören... Ich möchte reden über die Freiheit der Presse, oder Pressefreiheit. Ja, wo ist sie denn eigentlich hingegangen....Im Informationszeitalter ist Nichtwissen auch eine bewusste Wahl- und Sie haben sich dazu entschlossen nichts zu wissen die drei Affen!

Hallo, Ihr Lieben.
Ich freue mich sehr das so viele von euch hier sind, das nimmt mir meine Nervosität, denn so bin ich ja nicht alleine. Es gehört für uns alle viel Mut dazu hier zu sein, und darauf kommt es an. Und wenn man es genau betrachtet, kommt es nur darauf an! Alle hier müssen im Alltag mittlerweile sehr mutig sein, und manche von euch haben große Probleme.

Mein Name ist Stef Manzini und viele von euch kennen mich durch meine Reportagen und Artikel für die hiesige Lokalzeitung, den Südkurier. Ich arbeite dort seit acht Jahren als freie Journalistin und Autorin hauptsächlich für die Lokalredaktion Überlingen, und habe hunderte Storys gemacht. Bis vor wenigen Monaten mit großer Freude.

Ich stehe heute hier für mich selbst ein und alles was ich sage ist meine persönliche Meinung. Viele von euch kennen mich auch gerade durch meine kritische Berichterstattung. Ich weiß daher wie groß die Drangsal für Menschen sein kann, die etwas zu sagen haben, und es nicht sagen können oder nicht sagen dürfen. Leider muss ich euch sagen, das ich nicht mehr so arbeiten kann wie ich es möchte. Denn meine Aufgabe verstehe ich darin Sachverhalte einzuordnen und wertfrei nach allen Richtungen hin zu berichten, um damit eine Orientierungsgrundlage zu schaffen, die jeder dann nach seinem Dafürhalten bewerten kann.

Hans-Joachim Friedrichs, eine Journalistenlegende und Preisstifter eines großen Journalistenpreises hat einmal zu der wichtigsten Grundregel des Journalismus gesagt: „Mache dich nie mit einer Sache gemein, auch nicht mit einer Guten“. Was mittlerweile das Gemeinmachen des vermeintlich Guten und der vermeintlich Guten in Kommentaren in der Deutschen Presselandschaft und im Fernsehen betrifft, ist an Gemeinheiten gegen ungeimpfte Menschen kaum mehr zu überbieten. Man drischt verbal drauf los, unerträglich und inakzeptabel für Menschen, die sich die Arbeit mit Worten zur Berufung gemacht haben, und daher besonders sensibel mit ihnen umgehen sollten.

Was meine Arbeit hier vor Ort betrifft so sehe ich vieles und höre vieles. Ich bin keine medizinische Expertin und es ist meine Aufgabe sauber zu recherchieren. Diese aufwendige Recherche unterscheidet eine „unabhängige Tageszeitung“ von einem Blog im Netz. Und das ist auch gut so, denn genau dadurch soll framing verhindert werden. Noch nie habe ich eine Situation erlebt, in der ich so oft meine Protagonisten vor der Öffentlichkeit schützen muss, statt sie zu veröffentlichen, und leider deswegen dann eine gute Story verwerfe. Ich tue das um Personen die sich mir anvertrauen nicht zu gefährden. Das ist so, weil die Verantwortlichen vieler Medien sich dazu entschieden haben, die Stimmung mit einseitiger Information und fiesen Kommentaren aufzuladen. Sie tun dies gegen alle Menschen, die sich egal aus welchen Gründen, nicht dem medizinischen Eingriff einer Corona-Impfung unterziehen möchten. Dafür müssen die betreffenden in den Chefetagen und den Chefredaktionen die Verantwortung übernehmen

Was bedeutet das nun für meine Arbeit?

  • Ich kann nicht über den Apotheker der Region berichten, der als Doktor der Virologie von Anfang an strikt gegen eine Impfung ist- und dafür Argumente hat.
  • Ich kann nicht über die hiesige Kardiologische Praxis berichten, die einen signifikanten Anstieg der Herzbeutelentzündungen bei Geimpften feststellt.
  • Ich kann nicht über Personen berichten, die über teilweise massive Impfschäden klagen.
  • Ich kann nicht über die Krankenschwester berichten, die Merkwürdigkeiten bezüglich der Ermittlung des Impfstatus beobachtet.
  • Und ich kann nicht über den hiesigen Pflegedienst berichten, dessen ungeimpfte Mitarbeiter um ihre Arbeitsstelle und Lohn und Brot fürchten.

Alle Protagonisten dieser genannten Beispiele müssten für einen Artikel in der Zeitung mit ihrem Namen für ihre Beobachtungen usw. einstehen denn dies seien die Regeln, so erklärte man es mir noch vor ein paar Tagen. Diese Menschen befürchten aber in der jetzigen aufgeheizten Stimmungslage danach unangenehme und schwerwiegende Folgen für sich wie Ruin, Entlassung, Beschimpfung, Mobbing ihrer Kinder usw. Eine von mir angefragte Anonymisierung (also Name und Anschrift der Redaktion bekannt), die beispielsweise aus Schutz der Persönlichkeit einem verurteilten Straftäter zusteht, wurde mir von den Verantwortlichen in den Redaktionen abgelehnt. Dies sei eine Entscheidung des Augenmaßes. Augenmaß bewies jetzt wohl auch die Redaktion die den Veranstalter der heutigen Gegendemo, Herrn Schlauchbootfan sehr wohl anonymisierte, um ihn nach dessen eigenen Angaben vor Repressalien zu schützen. Merkt ihr was.... Herr Schlauchbootfan, der in seinem Youtube Video von sich selbst behauptet „vielleicht bin ich ja auch ein Stück weit Faschist“, der von erbärmlichen Gestalten die ihrer gerechten Strafe nicht entkommen dürfen spricht, das seid ihr! Er wird hier geschützt. Nicht der Krankenpfleger...muss ich nicht weiter kommentieren, ihr merkt selbst wohin der Hase läuft. Man kann sich der Vermutung kaum entziehen das hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Ein selbsterklärter Teil-Faschist im Blatt, geschützt da ohne Namen. Unfassbar! Ein derartiger Vorgang hätte noch vor wenigen Wochen meine kühnsten Vorstellungen übertroffen. Als ich diesen Aufsatz hier vorbereitet habe, wusste ich noch nichts von diesem aktuellen Lehrstück in Sachen: „Alle sind gleich, aber manche sind gleicher“.

Ich könnte jetzt noch vieles aufzählen, aber kommen wir zur Frage warum denn die meisten Medienschaffenden in Deutschland so handeln? Ich denke der Grund für dieses Verhalten ist die falsch verstandene Verantwortung dafür, dass die „falschen“ Geschichten ja möglicherweise Leute davon abhalten könnten sich impfen zu lassen. Und dazu beizutragen, dass sich möglichst alle impfen lassen, darin sehen die Medienverantwortlichen ihre Pflichterfüllung. Das Menschen sich wegen einer Berichterstattung über beispielsweise Impfschäden nicht mehr oder gar nicht impfen lassen wollen, würde also genau das exakte Gegenteil dessen bewirken, wozu sich die Mehrheit entschieden hat, und was diese Mehrheit auch (lesen und hören) will. Das sind die Regeln nach denen jetzt gespielt wird, und genau diese Regeln übertreten meine rote Linie.

Im Informationszeitalter ist Nichtwissen auch eine bewusste Wahl!

Ich wünsche mir von den Verantwortlichen in den Chefetagen der Medienhäuser und Redaktionen nach- und umzudenken. Denkt an Julian Assange den sie für die Wahrheit zu Tode foltern und zwar nicht in Nordkorea, sondern hier im Westen. Und die Welt schaut zu. Shame on you. Schande. Denkt daran das der Friedensnobelpreis letztes Jahr an die Kämpfer für Meinungs- und Pressefreiheit ging. Denkt an unsere vielen toten Kollegen, die überall auf der Welt ihr Leben ließen um über die Wahrheit berichten zu können.

Pressefreiheit.
Denkt also darüber nach was auf dem Spiel steht, und was wir zu verlieren haben.

Ich appelliere daher eindringlich an meine KollegInnen nicht nur Wohlfeiles zu schreiben, und bitte euch endlich eure Griffel zu spitzen und verdammt nochmal genau auch dahin zu schauen, wo ihr bisher nicht hinsehen wolltet, und worüber ihr bisher nicht schreiben wolltet. Die Politik-Getriebene-Impfapartheid, allen voran die Grünen, und viele unsinnige Maßnahmen gehören genauso benannt, wie die Argumente gegen eine „Impfung“ und mögliche Impffolgen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht das zu erfahren. Denn wir sind der einzige Berufsstand der durch Artikel 5 Grundgesetz geschützt wird- und daraus ergibt sich eine hohe Verantwortung. Und genau dieser werden wir in der sogenannten Pandemie bisher nicht gerecht.

Ich möchte eines ganz klarstellen: Es geht mir hier und heute nicht darum ein pauschales Medien-Bashing zu betreiben, sondern etwas zu erklären. Mit der Selbstverständlichkeit, mit der wir für unsere Freiheit einstehen, und mit dem gleichen Respekt, wie wir behandelt werden wollen, sollten wir mit gutem Beispiel vorangehen und andere behandeln.
Viele meiner Kollegen, die eine hervorragende journalistische Arbeit in einem Land leisten, dass auf seine Pressefreiheit bisher stolz sein konnte, stehen unter enormen Druck. Tageszeitungen kämpfen um Auflagen, Mitarbeiter müssen für sich und ihre Familien sorgen. Wie könnte ich ihnen ihren guten Willen absprechen? Freie Mitarbeiter haben seit Ausbruch der Pandemie riesige Einkommensverluste. Für ungeimpfte Kollegen herrscht jedoch praktisch eine Art Berufsverbot, denn sie kommen ja nirgends mehr rein usw.

Wenn aber nun ein ganzer Berufsstand mit dem Wort „Lügenpresse“ beleidigt wird kann ich das nicht akzeptieren. Denn es sind keine Lügen über die berichtet wird, es ist das, was von einem Teil der politischen Verantwortlichen und einer Gruppe von medizinischen Experten geliefert wird. Ich muss aber erkennen, man könnte also sagen es ist keine Lüge- aber es ist eben auch nur die halbe Wahrheit! Man könnte auch das Wort Lückenpresse verwenden.

Ich darf euch sagen ich bin dennoch hoffnungsvoll, und wenn ich meine Spürnase in die Luft halte, dann meine ich förmlich zu riechen das wir an einem Wendepunkt angekommen sind. Es ist höchste Zeit aufzustehen damit sie die sogenannten Regeln endlich ändern und wir uns auch in Zukunft unabhängig informieren können. Sollten das die alten Institutionen nicht wollen oder nicht schaffen, müssen wir uns neue Wege schaffen- damit wir nicht etwas verlieren das zu den großartigsten Instrumenten einer Demokratie gehört. Die freie Presse, oder Pressefreiheit.

Man hat mich auch noch gefragt ob ich keine Angst hätte heute hier zu sprechen und ich habe geantwortet: Viel größer ist meine Angst, dass mein sechsjähriger Patensohn Max mich in zwanzig Jahren fragen könnte: Hast du nichts gewusst, und warum hast du nichts gesagt? Und ich ihm nichts darauf antworten könnte.

Die verantwortlichen Zeitungsmacher müssen jetzt selbst beurteilen, mit welchen KollegInnen sie arbeiten, und mit welcher Art Journalismus sie in die Zukunft gehen wollen. Ich habe die Hoffnung und das Vertrauen, dass meine guten und schönen Absichten erkannt und auch geschätzt werden.
Ich möchte nicht in einem Land leben in dem es die unabhängigen Zeitungen nicht mehr gibt. In dem eine Zensur herrscht, oder es nur noch Telegram-Blogs gibt. Ich bin für Vielfalt und Freiheit- aber immer auch der Freiheit des Andersdenkenden- und deswegen bin ich für ein Umdenken der Medienschaffenden, und deswegen trete ich auch dafür ein, endlich über einen Aspekt der sogenannten Pandemie zu berichten, der bisher viel zu kurz bzw. gar nicht vorkam.

Ich möchte mich jetzt von euch verabschieden, und euch Mut machen. Ihr seid wunderbar. Ich bin für euch ansprechbar, wenn ihr eure Geschichten erzählen wollt, denn wir schreiben ein Buch mit dem Titel „Corona-Unzensiert“ und ihr könnt Kontakt zu mir aufnehmen über meine Webseite www.stefmanziniautor.de. Dankeschön, dass ihr mir zugehört habt.

Voltaire wird ein Zitat von vor 400 Jahren zugeschrieben, er sagte: „Ich bin zwar nicht ihrer Meinung, aber ich würde mein Leben geben dafür, dass Sie sich äußern dürfen“.

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Kommentare

Kommentar von Wolfgang Knecht |

Sie sind ein Vorbild, wie müssen sich ihre Kollegen jetzt wohl fühlen ? Machen Sie weiter so, meine Frau und ich, beide 65 Jahre sind seit zwei Jahren auf der Straße und kämpfen für die Wahrheit, den Dank dafür bekamen wir von unseren zwei Kindern, weil ungeimpft dürfen wir sie nicht mehr besuchen und damit unsere vier Enkelkinder auch nicht ! Dieses Schicksal nehmen wir aber in Kauf, für unsere Freiheit und unser Wohlergehen !

Kommentar von Michael Freiherr von Lüttwitz |

Zunächst einmal meinen aufrichtigen Dank für Ihre Arbeit und diese Demo-Rede. Sie werden dafür von Menschen, die selbst klar denken, geliebt und von den anderen ignoriert oder auch gehasst. Letzteres sollte Ansporn sein, weiterzumachen, zeigt Gegenwind doch, dass man auf dem richtigen Weg ist. Ich bedauere schon lange, dass Leitmedien eine Wirklichkeit darzustellen versuchen, die mit der gelebten und erlebten Wirklichkeit nichts gemein hat. Vielmehr schaffen die Leitmedien eine eigene Realität, eine künstliche Realität, die den Bürger manipulieren soll. Anders ausgedrückt, die Lüge der Leitmedien soll zur Wahrheit der Bürger werden. Das Schlimme ist, dass das normale Leben an der manipulierten Wirklichkeit der Leitmedien ausgerichtet wird - das hält nicht nur Einzug in die Behördenarbeit, sondern auch in die Urteile der Gerichte. Der Richter spricht Urteile im Sinne des Tenors der Leitmedien, der Dienstleister einer Behörde richtet nach diesem Tenor seine Arbeit aus, der Schuldirektor drangsaliert mit diesem Tenor bei Corona die Kinder oder der Mediziner ist bereit, mit diesem Tenor als stärkender Hintergrund Menschen zu Tode zu impfen. Leitmedien sind inzwischen zu einem Management der Herrscherklasse geworden, welche die Ideologie dieser Klasse einerseits verschleiert und andererseits legitimiert. Deshalb ist Ihre Arbeit, Frau Stef Manzini, von unschätzbarem Wert, denn Sie sind mittels der Stattzeitung in der Lage, den von den Leitmedien eingelullten Bürger wachzurütteln. Sie schaffen eine dringend nötige Gegenöffentlichkeit. Der mündige Bürger braucht Medien wie Ihre, damit er in der heuchlerischen Welt der Leitmedien wieder Luft zum Atmen bekommt. Machen Sie weiter so!

Kommentar von Dr. Stefan Pieper |

Ich war schon über zehn als wir zuhause unseren ersten Fernseher bekamen. So ein Ungetüm aus furniertem Holz mit einem Plattenspieler oben und einem Radio unten drin. Die Programme, drei, konnte man durch das Drehen eines Rades an der Seite des Gerätes wählen. Seitdem zählte für mich Karl-Heinz Köpckes Meinung fast so viel wie die meines Vaters und die Tagesschau war eine Institution. Und seit ich denken kann war für mich der Inbegriff von Urlaub irgendwo in Siena oder Paris in einem Café zu sitzen und die Süddeutsche zu lesen. Lange habe ich die Illusion mit mir herumgetragen, dass es eine freie Presse bei uns gibt. Die Pandemie hat dieses Bild für mich grundlegend geändert und "Presse" wird für mich nie wieder dasselbe sein. Ich konnte verfolgen, wie gerade die medizinischen Themen, von denen ich etwas verstand, in höchstem Maße irreführend kolportiert wurden.
Für mich war das ein heilsamer Schock und insofern hatte die Pandemie etwas Gutes. Sie hat mir die Augen geöffnet. Umso dankbarer bin ich über mutige Journalisten, die in dieser Zeit für ihren Beruf einstehen und ich würde mir wünschen, dass sich auch mein eigener Berufsstand wieder an ethische und wissenschaftliche Werte annähern würde. (Meine Kassenärztliche Vereinigung hat ja in der Pandemie einen Rundbrief geschrieben, dass man ja als Arzt für Ungeimpfte auch da sein müsse und eine "non 3G- Sprechstunde von 07.00 – 07.10 Uhr" empfohlen). Daher drücken ich Ihnen hiermit meinen Dank aus.

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